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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 11:39 Uhr

Abwasser wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gebühren steigen deutlich – weil es nicht anders geht

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die Beseitigung von Schmutz- und Regenwasser wird im kommenden Jahr für die Itzehoer deutlich teurer. Beim Schmutzwasser steigt die Gebühr von 2,30 auf 2,70 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers. Beim Regenwasser sind es künftig 13 statt acht Euro pro Berechnungseinheit (30 Kubikmeter). Diesen Schritt hat die Ratsversammlung gestern Nachmittag einstimmig gebilligt.

Die Empfehlung dazu hatte der Bauausschuss ausgesprochen, ebenfalls einmütig. In der Folge war in unserer Zeitung ein Leserbrief erschienen, in dem kritisiert wurde, dass sich die Entscheidungsträger nicht genug für die Belange der Bürger eingesetzt hätten. Das wiesen Sönke Doll, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen als Mitglied im Aufsichtsrat in einem offenen Brief zurück. Tenor: Das Abgabenrecht lasse keine andere Wahl.

Denn in beiden Bereichen gilt das Prinzip der Kostendeckung. Weichen die Ausgaben und Einnahmen aber von den Planungen ab, dann muss die Differenz laut Gesetz in maximal drei Folgejahren ausgeglichen werden – über die Gebühren. Doll: „Waren die Gebührenzahlungen zu hoch, so sinken die Gebühren, waren sie zu niedrig, steigen die Gebühren.“ Auf mehrere Jahre gesehen zahlten die Bürger damit „immer exakt die tatsächlichen, lediglich die Kosten deckenden Gebühren. Gewinne werden nicht erwirtschaftet.“

Die Gebühren für Schmutzwasser steigen, weil in den Vorjahren ein Minus von gut einer Million Euro aufgelaufen ist. Ein wesentlicher Grund dafür war, wie berichtet, die Belastung des Klärschlamms aus der alten Mülldeponie in der Klostermarsch und danach durch Löschmittel, die beim Brand der Mühlenwerke Rusch verwendet wurden. Weil laut Stadtwerken „Anzahl und Umfang der Unwägbarkeiten zunehmen“, wurde gleich die deutliche Erhöhung auf 2,70 Euro vorgeschlagen. Ab 2015 wird wieder mit einer niedrigeren Gebühr gerechnet.

Beim Regenwasser ist es umgekehrt: Mit dem niedrigen Satz von acht Euro sollte ein Überschuss abgebaut werden. Damit war aber auch klar, dass wieder eine Steigerung kommen würde.

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