Krempdorf : Abwasser wird günstiger

Dörte Harms erklärt den Haushalt.
Dörte Harms erklärt den Haushalt.

Gemeindevertreter verabschieden Haushalt: Krempdorf bleibt bei niedrigen Steuersätzen

23-524748_23-66424089_1417434525.JPG von
10. Dezember 2014, 11:45 Uhr

Die Abwassergebühr in Krempdorf wird im kommenden Jahr sinken. Jetzt zahlen die Bürger 4,56 Euro, ab Januar sind es 4,29 Euro pro Kubikmeter. „Das ist spürbar“, sagte Bürgermeisterin Dörte Harms auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Um „großes Zahlenwerk“ handelte es sich beim Haushalt. Der Ergebnishaushalt weist 288 100 Euro auf. Die Gemeinde hat nur einen Überschuss von 3300 Euro, den Dörte Harms kommentierte mit „Auf Kante genäht“. Sie gab bekannt, dass die Schlüsselzuweisungen sinken, weil Krempdorf sehr niedrige Sätze für die Grundsteuern A und B hat. Sie liegen bei 230 Punkten. Da das Land aber mit 295 bis 311 Punkten rechnet, bekommen Gemeinden mit niedrigeren Sätzen auch weniger Geld aus Kiel. „Wir sollen die Hebesätze höher setzen“, erklärte Dörte Harms die Forderung aus Kiel.

Ähnlich sieht es bei der Gewerbesteuer aus, die in Krempdorf mit 280 Punkten veranschlagt ist, wobei das Land dabei von Nivellierungssätzen von 310 bis 322 Punkten ausgeht. Ein Problem mit den Einnahmen der Gewerbesteuer hatte die Gemeinde in diesem Jahr. Eingeplant waren 100 000 Euro. Bekommen hat Krempdorf letztlich 47 000 Euro. „Deshalb haben wir für 2015 auch nur 77 800 Euro eingeplant“, erklärte die Bürgermeisterin. „Wir wissen nicht was kommt. Es kann passieren, dass wir etwas zurückzahlen müssen.“

Thema waren auch die Kosten für den Schulverband. 21 Schüler besuchen eine auswärtige Schule, 14 gehen auf die Grundschule in Krempe – Krempdorf gehört zum Schulverband Krempe. Die Rechnungen für die Schüler werden erst Ende des Jahres erwartet. Aber, so betonte Dörte Harms: „Es kostet richtig viel Geld, wenn ein Kind woanders zur Schule geht. Die freie Schulwahl macht es den Gemeinden schwer, eine Sicherheit bei der Planung zu haben.“

Zur geplanten Erhöhung der Kreisumlage kommentierte die Bürgermeisterin den Streit zwischen Kreis und den Gemeinden, die keine Erhöhung zulassen wollen: „Wir planen 35 Prozent ein.“ Also den bisher geltenden Satz. Dabei gehe es um das Prinzip, keine Erhöhung einzurechnen.

Im Finanzhaushalt gibt es liquide Mittel von 579 626 Euro. Eingeplant ist der Digitalfunk für die Feuerwehr, ein neues Feuerwehrhaus und die Sanierung des Radwegs am Altendeich. Entschieden wurde zudem, dass Dörte Harms als Bürgermeisterin künftig bei überplanmäßigen Ausgaben bis zu 10 000 Euro entscheiden darf. „Wir müssen arbeitsfähig bleiben“, erklärte Willi Kühl, Leitender Verwaltungsbeamter, zu der Neuerung, die in allen Gemeinden des Amts Horst-Herzhorn eingeführt werden soll. Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen