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Stadtentwässerung : Abwasser - eine Erfolgsgschichte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Zweckverband Stadtentwässerung Glückstadt übernahm vor zehn Jahren die städtische Einrichtung. Jetzt gab es eine Feierstunde im Rathaus.

von
erstellt am 19.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Einmal nicht politisch, sondern informativ und festlich ging es während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses im Glückstädter Rathaus zu. Der Grund: Zehn Jahre Stadtentwässerung Glückstadt (SEG). „Wir fanden es wichtig, dass die SEG einmal die Möglichkeit erhält, sich und ihre Arbeit vorzustellen und haben das zehnjährig Bestehen zum Anlass genommen“, begrüßte der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Dr. Manfred Lück, die Gäste.

Gegründet wurde die SEG eigentlich aus einer Not heraus. An einem Foto der ehemaligen Betriebssituation des alten Glückstädter Klärwerks demonstrierte Verbandsvorsteher Lutz Altenwerth, wie es vor elf Jahren um die Abwassereinrichtung stand: eine dicke, schlammige Lage bedeckte die Klärbecken. Dadurch kam es zum einen zur Belästigung der Anwohner und, viel wichtiger, zu einer Überschreitung der Grenzwerte für das Abwasser. Nach zunächst schwierigen Überlegungen und Beratungen seitens der Verwaltung und Politik in Glückstadt kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss, dass es wohl das Beste sei, sich dort Hilfe zu holen, wo der meiste Sachverstand auf dem Gebiet Abwasserreinigung bestand – beim Abwasserzweckverband Pinneberg. Nach ersten Sondierungsgesprächen wurde bereits am 1. Januar 2003 die SEG als Zweckverband gegründet. Die SEG gehört als öffentlich-rechtliche Institution dem Abwasserzweckverband Südholstein an und besteht aus Verbandsvorsteher und Verbandsversammlung. Dieser gehören sowohl Vertreter der Stadt Glückstadt an als auch weitere Vertreter des Abwasserzweckverbandes Südholstein an. „Die Zusammenarbeit war von Anfang an gut, auch, wenn es ein schwieriger Anfang war“, betonte Altenwerth. Denn die Einführung der Grundgebühr zum 1. Januar 2004 machte der SEG zunächst keine Freunde in der Bevölkerung, die nun wieder Mehrkosten auf sich zukommen sah. Doch durch den vollkommen maroden Zustand sowohl des Klärwerks als auch großer Teile des Kanalsystems mussten umfangreiche Investitionen getätigt werden. Das neue Klärwerk wurde bereits im April 2004 in Betrieb genommen. Vorgezogen werden musste auch die Sanierung des Kanalsystems in der Schlachterstraße, weil dort desolate Zustände vorlagen. „Die erfolgreiche Sanierung hier war das erste Erfolgserlebnis, das wohl nötig war, um die erfolgreiche Zusammenarbeit in Glückstadt fortzusetzen“, freute sich Altenwerth.

Er informierte dann noch weiter über das Kanalsanierungsprogramm, das im Dezember 2005 vorgelegt wurde, über die Umlegung der Abwässer aus dem ehemaligen Klärwerk Süd, das an Steinbeis verkauft wurde, und über die Einweihung der Regenwasseraufbereitungsanlage. Weitere Informationen über die umfangreichen Investitionen, die finanzielle Lage sowie den aktuellen Stand der Kanalsanierung gaben dann noch Altenwerths Mitarbeiterinnen Heike Weißmann und Andrea Stegmann.

Die Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich beeindruckt und spendeten den Vortragenden Applaus. Von beiden Seiten war klar, dass die bisher sehr gute Zusammenarbeit gern fortgeführt werden sollte. „Wir haben mit Glückstadt Glück gehabt und freuen uns, dass wir mit Ihnen so gut zusammenarbeiten können“, bedankte sich Altenwerth abschließend.

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