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Schulverband : Abschiedstour in der Pferdekutsche

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In einer Feierstunde ist Martin Hildebrandt aus dem Amt des Hohenlockstedter Schulverbandsvorstehers verabschiedet worden. Zur Feier wurde er mit der Kutsche abgeholt - gefahren von seinem Nachfolger Lothar Schlutz.

Mit der Pferdekutsche kam Martin Hildebrandt zu seiner Verabschiedung als Schulverbandsvorsteher vorgefahren. Der Kutscher war kein geringerer als sein Nachfolger, Lothar Schlutz. Diese Ankunft sorgte für Staunen und Applaus unter den anwesenden Gästen. Und auch die Redner des Abends fanden ausschließlich lobende Worte für das zehnjährige Schaffen Martin Hildebrandts: „Die positive Schulentwicklung im Amt Hohenlockstedt ist eng mit Ihnen, Herr Hildebrandt, verbunden“, sagte Gabriele Schultheis-Freiwald, Leiterin des Förderzentrums. Bei der Schaffung dieses Zentrums aus der ehemaligen Gustav-Heinemann-Schule habe Martin Hildebrandt kräftig mitgewirkt.

Heiko Gauert, Leiter der Wilhelm-Käber-Schule, nannte den Bau der Ganztagsschule, die Einstellung von Sozialpädagogen und den Einzug des Internets in die Schule als wichtige Projekte des scheidenden Vorstehers. Dörte Rusch-Holfort von der Grundschule schwärmte von dem wunderbar neu gestalteten Schulhof. Die beiden Sportvereine TSV Lola und 1. FC Lola lobten die äußerst gepflegten Sportanlagen, auf die Martin Hildebrandt immer ein Auge gehabt habe. Die Bodenturner des TSV bedankten sich mit einer Vorführung ihres Könnens bei Hildebrandt. Die Schüler aus Grund- und Gemeinschaftsschule hatten Lieder und Gedichte vorbereitet.

Amtsvorsteher Clemens Preine scheute sich nicht, auch die Schwierigkeiten anzusprechen: „Du musstest dich durch die politischen Querelen in Hohenlockstedt durchjonglieren.“ Das sei nicht immer einfach geswesen. Heiko Gauert hob die klare Linie Hildebrandts hervor: „Sie haben immer nach Ihrer großen Maxime gehandelt: Bildung ist außerordentlich wichtig.“

Diese Einstellung kommt bei Martin Hildebrandt nicht von ungefähr: Geboren in Hinterpommern, kam er 1946 mit seinen Eltern nach Lohbarbek. „Damals hatten wir nichts.“ Er hätte viel anpacken und arbeiten müssen, um die Familie zu unterstützen. „Schule war eigentlich Nebensache.“ Das motivierte den heute 71-jährigen Vater zweier Töchter und vierfachen Opa, sich für die Bildung besonders stark zu machen. Seine Frau, Heidelinde, stärkt ihm den Rücken. Seit 43 Jahren ist er Gemeindevertreter und erlebte als solcher den Bau des Schulzentrums in Hohenlockstedt mit.

Das Bürgermeisteramt in Lohbarbek hat Hildebrandt seit 23 Jahren inne. Damit ist er gleichzeitig Mitglied des Schulverbands. Für zwei Amtsperioden – die vergangenen zehn Jahre – war er dessen Vorsitzender. In Zukunft wird er den dritten stellvertretenden Vorsitz übernehmen. „Ganz zur Ruhe setzen kann ich mich nicht“, sagte Hildebrandt, dessen bodenständige und unkomplizierte Art alle Redner hervorhoben. „Wir wünschen Ihnen in Ihrem Teilruhestand zumindest ein bisschen Entspannung“, sagte Heiko Gauert. „Von Geruhsamkeit kann ja wohl angesichts der verbleibenden Ämter keine Rede sein.“

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