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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 23:46 Uhr

Haushalt : Absage an höhere Kita-Beiträge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Bildungsausschuss ringt um Haushaltsposten für 2014: Das Elbeforum muss mit weniger auskommen, das Gymnasium bekommt ein W-LAN-Netz.

von
erstellt am 25.Okt.2013 | 11:50 Uhr

Volkshochschule samt Stadtgalerie, Heimatmuseum und Elbeforum, die Stadtbücherei, die Brunsbütteler Schulen und Kindergärten – alle haben finanziellen Bedarf für 2014 angemeldet. Im Ringen um weniger Ausgaben musste der Bildungsausschuss am Mittwochabend Investitionen zusammenstreichen. Die Eltern von Kindergarten-Kindern können jedoch aufatmen: Eine von den Haushaltskonsolidierern ins Gespräch gebrachte Beitragserhöhung auf 137 Euro ist vorerst vom Tisch.

Dabei legt Brunsbüttel gar nicht sämtliche ungedeckten Kosten um – der Kreis empfiehlt einen Satz zwischen 30 und 35 Prozent. In der Schleusenstadt werden die Beiträge stattdessen gewollt auf niedrigem Niveau gehalten. Dennoch: Seit 2011 zahlen die Eltern zwölf Monatsbeiträge und seit 2012 bereits 127 Euro. Für Manche sei damit eine Schmerzgrenze erreicht, fasste Löwenzahn-Leiterin Petra Höer den Eindruck ihrer Kolleginnen zusammen. Der Sprung um zehn Euro nach oben werde Abmeldungen nach sich ziehen. Kein gutes Signal für die Stadt, die sich gute Bildung ihrer Kinder auf die Fahnen geschrieben hat, fand Daniela Meyer (Grüne). Das sahen auch die übrigen Mitglieder des Ausschusses so und beschlossen einstimmig, ein Jahr lang auf eine Beitragserhöhung zu verzichten. In Zukunft, empfahl Vorsitzende Sabine Mewes (SPD), sollten Beitragsveränderungen zum Beginn eines Kindergartenjahres am 1. August greifen. Das erspare den Eltern ein halbes Jahr später unliebsame Überraschungen.

Während die Volkshochschule in ihrem Etat zunächst darauf bauen kann, dass ihr für die kommenden beiden Jahre ein Zuschuss von jeweils 160 000 Euro von der Stadt zugesichert ist, muss sie in den von ihr getragenen Einrichtungen geplante Investitionen überdenken. Das Heimatmuseum ist von Kürzungen nicht betroffen, soll erneut 25 000 Euro Zuschuss bekommen. Die Stadtgalerie braucht neue Beleuchtung. Veranschlagt sind 23 900 Euro. Ob die kommt, ist noch offen. Denn dieser Posten gehört zu den beantragten Investitionen im Elbeforum. Die summieren sich auf 184 000 Euro. Entschieden zuviel, wie nicht nur Michael Kunkowski (CDU) befand. Er regte an, den Haushaltsansatz um 34 000 Euro zurückzufahren und vom Elbeforum eine Prioritätenliste zu verlangen. Dem folgte der Ausschuss mit acht gegen eine Stimme. Karin Süfke (SPD) hatte vergeblich vor Kürzungen gewarnt. Das Elbeforum als Spielstätte müsse funktionsfähig bleiben, solle sein Ruf nicht Schaden nehmen. Dass vor allem Ton- und Lichttechnik längst überaltert seien, hatte zuvor VHS-Chefin Dr. Elke Schmidt-Wessels erklärt.

Ringen um Investitionen musste auch Frank Goede, stellvertretender Leiter des Gymnasiums. Die Schule möchte für ihre neu eingerichtete Bläserklasse die Instrumente nicht länger mieten. Doch die erforderlichen 15 800 Euro Anschaffungskosten bewilligte der Ausschuss ebensowenig wie einen neuen Beamer. Dafür – und das war Goede am Ende wichtiger – soll das Gymnasium endlich mit einem im gesamten Gebäude funktionierenden W-Lan-Netz versorgt werden (7000 Euro).

Abstriche muss auch die Boy-Lornsen-Grundschule hinnehmen. Zwei interaktive Tafeln (Whiteboards) bleiben ebenso wie ein Kamerakoffer auf der Wunschliste. Experimentierkästen für die MINT-Klassen sollen jedoch angeschafft werden (4000 Euro). Freuen kann sich Regionalschulrektor Hans-Peter Stein: Das defekte E-Piano soll ersetzt werden (2700 Euro).

Um im IT-Bereich Kosten zu sparen, sollen Gymnasium und die beiden Grundschulen an eine zentrale Softwareverteilung im Rathaus angeschlossen werden. Gesamtkosten: 12 000 Euro. Dadurch soll die IT-Abteilung der Stadt entlastet werden, weil die Schulrechner zentral gewartet werden können.

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