Absage an Hablik-Stiftung

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11. September 2014, 05:00 Uhr

Nach dem Schul- und Kulturausschuss hat mit dem Finanzausschuss jetzt ein weiteres Gremium des Kreistages den finanziellen Wünschen des Hablik-Museums eine klare Absage erteilt. Stiftungsvorsitzender Harald Brommer hatte den Kreis um einen einmaligen Betriebskostenzuschuss von 10 000 Euro für das Jahr 2014 gebeten. Grünen-Kreistagsabgeordnete Christine von Bargen fand das Ansinnen durchaus legitim. Schließlich stelle das Hablik-Museum einen in der Stadt einzigartigen kulturellen Treffpunkt dar. Sie forderte sogar eine dauerhafte Mitfinanzierung.

Die Ausschuss-Mehrheit mochte sich damit aber nicht anfreunden. Stefan Goronczy (FDP) vermisste im Hablik-Konzept konkrete Konsolidierungsvorschläge. Und Dr. Siegfried Hansen (Piraten) meldete Finanzbedarf auch für andere Kultureinrichtungen etwa in Glückstadt an. „Von dort liegt aber kein Antrag vor“, konterte spitzfindig Gerlinde Böttcher-Naudiet (SPD). Ihr Fraktionschef Rainer Naudiet sieht das Hablik-Thema „eindeutig bei der Stadt Itzehoe“ angesiedelt. Ausschuss-Vorsitzender Peter Mohr (CDU) meinte: „Da muss erst einmal eine Selbstreinigung stattfinden.“

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