Verwaltungsneubau : Abriss-Party für alten Rewe-Markt

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Architekt stellte den Kellinghusenern den Entwurf des neuen Verwaltungsgebäudes vor. Abbruch beginnt erst nach dem Töpfermarkt

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25. Juni 2014, 12:00 Uhr

Der ehemalige Rewe-Markt in der Hauptstraße steht jetzt vor dem Abriss – er soll einem neuen Amtsgebäude weichen. Die Abrissgenehmigung liegt vor. Mit den Arbeiten soll jedoch bis nach dem Töpfermarkt (9. und 10. August) gewartet werden. Das teilte Amtsvorsteher Clemens Preine im Rahmen einer Einwohnerversammlung in Kellinghusen mit. Zuvor wird es aber eine Abrissparty geben - und zwar am Dienstag, 8. Juli, Dort stehen dann auch die Architekten den Bürgern Rede und Antwort. An das Halbfinale der Fußball-WM hat das Amt dabei auch gedacht - im Anschluss an die Party kann das Spiel gemeinsam vor Ort betrachtet werden, so Preine.

Architekt Reinhold Wuttke vom Studio 42 aus Neumünster, der bereits den Marktplatz und auch das Bürgerhaus konzipiert hat, will mit der gemeinsamen Amtsverwaltung ein Gebäude mit Offenheit und Transparenz schaffen, um auch ein Gegengewicht zur dunklen Enge in der Hauptstraße zu schaffen. Allerdings waren seiner Fantasie Grenzen gesetzt – von der vorhandenen Tiefgründung des Einkaufsmarktes, die für das neue Gebäude übernommen werden kann. Es schränkt die Gestaltungsfreiheit zwar ein, senkt aber deutlich die Baukosten, die auf fünf Millionen Euro festgeschrieben sind. „Wir sind sehr eng an die Gründung gebunden.“ Geplant sind zwei Eingänge, einmal vom unteren Marktplatz aus und zum anderen von der Hauptstraße aus. Von dort gibt es im Bereich des Eingangs freie Sicht durch das Gebäude bis auf die Störwiesen. Den unteren Bereich des Gebäudes werden helle Verblender prägen, die oberen Geschosse werden aus einer leichten Stahlkonstruktion, die sich äußerlich dem vorhandenen Grün der Umgebung unterordnen soll, hergestellt. Backstein für die gesamte Front kommt laut Wuttke nicht infrage, um die Gründung nicht über zu belasten. Auf der Südseite, zum unteren Markt hin, gibt es eine Terrasse und auch einen Innenhof.

Die Fassade stieß nicht bei allen Bürgern auf Zustimmung, einigen war sie zu streng oder zu kühl, andere meinte,n sie passt nicht zu Kellinghusen. Diesen Einwand ließ Wuttke jedoch nicht gelten. Sein Büro habe ein Jahr in die Vorarbeit gesteckt, und er selbst habe immer über die Stadt nachgedacht, auch bei seinen vorhergehenden Tätigkeiten am Bürgerhaus und Markt. Das Verwaltungsgebäude passe präzise in den vorgegebenen Rahmen. Aber: „Wir können es auch nicht jedem Recht machen.“

In dem neuen Gebäude, dass die Verwaltungssitze in der Brauerstraße sowie in den Rathäusern Hohenlockstedt und Kellinghusen ersetzen soll, werden 70 Mitarbeiter Platz finden, die Nutzfläche beträgt 2000 Quadratmeter. Darin enthalten ist ein großer Sitzungssaal für bis zu 100 Personen.

Amtsvorsteher Preine sprach von einem „sehr guten Entwurf“, der zweckmäßig sei und sich gut in die Umgebung einpasse. Preine betonte, dass alle im Amt hinter dem Neubau stünden, nach Zurückziehung der Klage auch Hohenlockstedt.

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