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Kommunalpolitik : Abgespeckter Plan für WM-Stadion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit einem neuen Entwurf geht die Stadt Wilster in den Kampf um Städtebauförderungsmittel. Erster Spatenstich vielleicht noch in diesem Jahr.

Nach fast schon ewig anmutender Hängepartie kommt in die Realisierung des Sportparks Wilster allmählich wieder Bewegung. Vor dem Bauausschuss der Stadt Wilster gab sich Arne Siller, Geschäftsführer der Siller Landschaftsarchitekten in Kiel, sogar ein bisschen optimistisch: „Wenn alles sehr gut läuft, ist vielleicht ein erster Spatenstich noch in diesem Jahr möglich.“ Voraussetzung dafür waren allerdings zahllose Gespräche und Sitzungen – vor allem mit den entscheidenden Geldgebern in Kiel. Eine leicht abgespeckte Variante der ehrgeizigen Pläne für die umfassende Modernisierung des Wilstermarsch-Stadions soll jetzt für den Durchbruch sorgen.

Im Kern wird der Antrag auf Gelder aus dem Topf für Städtebauförderung erst einmal in zwei Abschnitte unterteilt. Außerdem enthält der überarbeitete und bereits mit den Fraktionen abgestimmte Entwurf diverse Veränderungen. Im Grundsatz aber, so betonte der Planer, bleibe das Projekt in dem Rahmen, der einst auch unter Beteiligung der Bevölkerung entwickelt worden war: ein Sportpark für alle Altersgruppen. Als Herzstück bezeichnete Planer Siller den Kunstrasenplatz. Die ursprünglich vorgesehenen Kletterfelsen und eine Spinne wurden allerdings erst einmal ersatzlos gestrichen. Die Installierung von Fitnessgeräten soll in einen zweiten Bauabschnitt geschoben werden. Was bleibt, sind eine Fläche für Beachvolleyball und dazu noch eine zentrale Sitzfläche. Daneben gab es aus der Landeshauptstadt die Forderung nach eine guten Ausleuchtung der Sportstätten, was jetzt ebenfalls in die neue Planung eingearbeitet wurde. Auch auf eine weitestgehende Barrierefreiheit legt der Geldgeber wert, was aber in den Planungen ohnehin schon berücksichtigt worden sei. Am ursprünglich gesteckten Kostenrahmen ändert sich nicht viel. Kalkuliert wird mit rund 1,75 Millionen Euro.

In einem zweiten Bauabschnitt soll dann der Sportplatz Büttel in den Sportpark mit einbezogen werden. Hier sind dann unter anderem auch eine Boulebahn, Fitnessgeräte und Aktionsstätten vorgesehen. Voraussichtliche Kosten: rund 950  000 Euro. „Wir sind in den Startlöchern“, bleibt Planer Siller zuversichtlich. Nach dem jetzt auch der Bauausschuss dem überarbeiteten Entwurf einstimmig zugestimmt hat, könnte die Vorarbeit innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein. In dem Gremium gab es lediglich eine Nachfrage, ob denn auch die Jugendgruppe der Boßler künftig noch auf dem neuen Sportplatz trainieren könne. Offen sei dann nur noch, wie lange das zuständige Ministerium in Kiel für die Prüfung und letztlich die Bewilligung der Fördergelder braucht. Arne Siller: „Wenn es sehr gut läuft, kann die Ausschreibung der erforderlichen Arbeiten bald starten.“

Einstimmig billigte der Ausschuss schließlich auch den gesamten Maßnahmenplan. In dem Paket steckt auch der Erwerb des ehemaligen Hausmeisterhauses am Schulzentrum. Bis hier die Bewilligung beantragter Gelder vorgeliegen, ist das im April dorthin umgezogene Jugendzentrum erst einmal Mieter beim Schulverband.

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erstellt am 28.Jun.2016 | 16:58 Uhr

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