Abenteuerliche Suche nach sich selbst

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06. Januar 2014, 00:33 Uhr

Für Peer Gynt zählen nur seine Visionen und Phantastereien – zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich der Realität zu stellen liegt ihm völlig fern. In den Augen der Dorfgemeinschaft ist er deshalb ein Aufschneider und Versager. Aber erst als er die Braut eines Anderen verführt, muss er in die Berge fliehen. Einzig Solveig hält an ihrer Zuneigung zu ihm fest, aber auch sie kann nicht verhindern, dass sich Peer auf eine Reise zwischen Traum und Wirklichkeit, immer auf der Suche nach sich selbst, begibt. So entkommt er nur knapp der Vermählung mit einer Trollprinzessin, betreibt in Afrika Sklavenhandel und träumt davon Kaiser der Welt zu werden. Er lässt sich als Prophet verehren und landet schließlich im Irrenhaus.

Erst als alter Mann kehrt er an die Stätten seiner Jugend zurück und muss erkennen, dass er nicht sich selbst verwirklicht hat, sondern immer nur vor sich davon gelaufen ist.

Das Versdrama „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen wurde 1876 uraufgeführt und ist Märchen, Familientragödie und Gesellschaftssatire zugleich. Donnerstag, 9. Januar, 19.30 Uhr, wird es vom Schleswig-Holsteinischen Landestheater im theater itzehoe gezeigt. Die Einführung beginnt um 19 Uhr.

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