zur Navigation springen

Kreisjugendring : Abenteuer an der kleinen Tonkuhle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kreisjugendring veranstaltet seine Ferienaktion zum ersten Mal in Itzehoe – gute Nachfrage aus allen Teilen des Kreises.

„Alle ins Clubhaus!“ Sieben Mädchen laufen aufgeregt über den Rasen und durch den Sand bis in einen kleinen Holzpavillion. Dort haben sie einen Club gegründet: die Knallfrösche. „Wir sabbeln einfach. Und flechten solche Bänder“, erklärt Jenna (9) aus Schenefeld, während sie ihr Werk aus bunter Wolle in die Luft hält. „Oder wir balancieren oder spielen was“, ergänzt Kim (9) aus Hohenlockstedt. Ihre Schwester Anna (7) kichert: „Manchmal ist hier ziemlich viel Krach drinnen.“

Offensichtlich haben die Mädels an ihren letzten Ferientagen viel Spaß. Sie verbringen die Zeit im Abenteuerlager des Kreisjugendrings an der kleinen Tonkuhle. Drei Wochen lang an jeweils vier Tagen fand das Ferienprogramm dort statt, jede Woche waren bis zu 80 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus einem anderen Teil des Kreises da. In dieser Woche sind die kleinsten Bewohner aus den Ämtern Kellinghusen und Schenefeld an der Reihe. Mit dem Bus werden sie vor 9 Uhr von zuhause abgeholt – und abends nach 17 Uhr wieder zurück gebracht.

In den Vorjahren fand das Abenteuerlager auf dem Pfadfindergelände in Oldendorf statt. Doch nachdem das Haus durch Brandstiftung zerstört wurde, musste eine neue Bleibe her. „In Oldendorf war der Platz größer“, weiß Nils (8) aus Kellinghusen, der vor zwei Jahren schon mal dabei war und gerade an einer Rutsche mit Klettergerüst zum Zusammenstecken baut. „Es ist hier ein bisschen kleiner, aber es ist auch schön“, urteilt Eveline (9). Jenna weiß: „Hier gibt es ganz viele Verstecke. Auch wenn es regnet, kann man hier trotzdem viel Spaß haben.“ „Der Platz ist attraktiver für die Kinder“, findet Betreuer Tyler Chapman (26). Mit großer Sandkiste, See und Spielplatz biete das Gelände viele Möglichkeiten. Anna mag das „Drehding“ auf dem Spielplatz: „Da gehe ich fast immer hin.“

Bei gutem Wetter planschten die Kinder unter Aufsicht direkt nebenan im See oder spielten Wasserspiele, während bei Regen Bastelangebote und Brettspiele besonders gefragt sind. Am Montag fand eine Rallye statt, gestern wurde gebastelt, für morgen steht eine Schatzsuche auf dem Programm. Auch Fußball und eine Modenschau mit selbstgebastelten Kleidern dürfen nicht fehlen. „Die Kinder haben aber auch viel Zeit für freies Spiel“, erklärt Chapman. Zusammen mit neun weiteren ehrenamtlichen Betreuern kümmert er sich um die kleinen Urlauber.

„Gut“ seien die drei Wochen insgesamt verlaufen, auch wenn die erste Woche nach einem Krankheitsverdacht einen Tag vorher beendet werden musste (wir berichteten). Und auch von heftigen Regengüssen am Montag ließen sich die Kinder nicht abschrecken: Mit Regenjacken und festem Schuhzeug ausgestattet trotzten sie dem Wetter – und ernteten gestern sogar etwas Sonnenschein.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen