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Feuerwehrübung : Abendlicher Einsatz auf der Werft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Feuerwehren aus Beidenfleth, Wewelsfleth und Brokdorf üben auf der Kolz-Werft in Beidenfleth. Feuer, eine eingeklemmte und eine vermisste Person – so das Einsatzszenario.

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erstellt am 10.Okt.2013 | 17:30 Uhr

In einer groß angelegten Übung probten die Feuerwehren aus Beidenfleth, Wewelsfleth und Brokdorf gemeinsam den Ernstfall auf der Kolz-Werft in Beidenfleth. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Klaus Voss, Wehrführer von Beidenfleth, der auch das Szenario ausgearbeitet hatte.

Gegen 19 Uhr wurden am Mittwochabend die Wehren zum Einsatzort gerufen. In der Werkstatt auf dem Betriebsgelände an der Stör hatte es eine Explosion gegeben, durch den Funkenflug war ein Boot in Brand geraten. Außerdem, so das Szenario, war eine Person unter einem schweren Schiffsbock eingeklemmt, ein Kind in dem brennenden Schiff vermisst, ein weiteres hatte sich unter einem anderen Schiff versteckt und klemmte dort fest. Das in unmittelbarer Nähe stehende Restaurant Zum Fährhaus war stark brandgefährdet und musste vorbeugend geschützt werden.

Diese Aufgabe wurde von der Brokdorfer Wehr übernommen, die auch mit Luftkissen den schweren Werftbock anhob, um den Verletzten zu bergen. Die Wehren aus Wewelsfleth und Beidenfleth bearbeiteten gleichzeitig die weitere Personenrettung und die Löscharbeiten, auch unter schwerem Atemschutzgerät, ab. Deren Koordination hatte Jens Brackert, der die Einsatzzeiten der einzelnen Atemschutzträger kontrollierte.

Ebenfalls vor Ort waren Amtswehrführer Thorsten Heins und sein Stellvertreter Axel Erdmann sowie Bürgermeister Peter Krey. Bei der anschließenden Manöverkritik zeigte sich Heins mit der geleisteten Arbeit zufrieden, auch, wenn es einige Besserungspunkte gab. So hätten aus seiner Sicht die Fahrzeuge zur besseren Handhabung geordneter abgestellt werden können. Außerdem war der Einsatzort nicht genügend ausgeleuchtet, so dass die eingeklemmte Person schlecht zu finden gewesen war. Trotz der kleinen Mängel, die im Ernstfall aber fatale Folgen haben könnten, sei die Übung zur Vermeidung von Fehlern und Verbesserung der Schlagkraft da und insgesamt gut abgearbeitet worden. Peter Krey dankte den 58 Einsatzkräften für den Zeitaufwand, den das Ehrenamt mit sich bringe. Die Erfahrung zeige, wie wichtig solche Übungen sind und wie viel Verantwortung auf den Feuerwehrfrauen und –Männer liegt.

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