zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 18:35 Uhr

Ab heute wieder freie Fahrt auf der L119

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bauarbeiten zwischen Glückstadt und Krempe eine Woche früher beendet / Teure Straßenschäden in Borsfleth durch Baustelle

Gute Nachricht für alle von Umleitungen geplagten Autofahrer: Bereits heute gegen Mittag wird die Sperrung der Landesstraße 119 zwischen Krempdorf und der Blomeschen Wildnis aufgehoben – eine Woche früher als ursprünglich geplant. „Die Arbeiten konnten schneller abgeschlossen werden“, teilt Burkhard Kötter vom Landesbetrieb für Straßenbau mit. Gestern und heute Vormittag sollen noch letzte abschließende Arbeiten erledigt werden. „Eine exakte Uhrzeit für die Aufhebung der Sperrung wissen wir daher noch nicht“, so Kötter. Es seien aber nur noch Kleinigkeiten notwendig, wie das Setzen von Begrenzungspfählen und die Anpassung der Bankette.

Die Strecke wird vorerst mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Kilometern pro Stunde freigegeben, weil noch keine Fahrbahnmarkierungen aufgetragen werden kann. Dafür ist der Asphalt zu frisch. Dies wird in den kommenden Wochen nachgeholt.

In den umliegenden Gemeinden sorgt die vorzeitige Aufhebung der Sperrung für Erleichterung. Die Baustelle auf der Hauptverkehrsader der Region hatte sich dort stark bemerkbar gemacht und zu Unmut bei Anwohnern und Politikern gesorgt (wir berichteten).

Insbesondere für die Gemeinde Borsfleth hat die Sperrung ein teures Nachspiel. „Wir freuen uns, dass die Hauptstrecke nun in Ordnung gebracht wurde, aber leider müssen wir nun auf mehreren Kilometern Gemeindewege reparieren“, sagt Manfred Bratzke, Vorsitzender des Bau- und Wegeausschusses.

Während des letzten Bauabschnittes der Arbeiten an der L119 hatten zahlreiche Autofahrer die Straßen „Eltersdorf“ und „Am Wischdeich“ in Borsfleth als Ausweichroute genutzt. Auf den schmalen Strecken mussten die Fahrer bei Begegnungen auf die Bankette ausweichen, die stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „So schlimm hatten wir uns das nicht vorgestellt. Auch sehr viele auswärtige Autofahrer sind von ihren Navigationsgeräten über die Nebenstrecken gelotst worden und nutzten nicht die offiziellen Umleitungen“, sagt Bratzke. „Wir müssen die Löcher jetzt schnell wieder auffüllen, weil sonst die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist.“

Mit mindestens 15  000 Euro Kosten rechnen die Borsflether Gemeindevertreter. „Geld, das wir eigentlich gar nicht haben“, so Bratzke. Er habe bereits mit Bürgermeister Peter Mohr besprochen, dass Mittel, die für andere Arbeiten vorgesehen waren, wohl umgewidmet werden müssen. Näheres soll in den Haushaltsberatungen im November beschlossen werden.

Geld vom Land kann die Gemeinde nicht bekommen, obwohl eigentlich klar ist, dass die vielen Fahrzeuge durch die Sperrung in Borsfleth landeten. Aber die Wege waren keine offizielle Umleitung. „Das sind ja öffentliche Wege, die jeder nutzen kann“, sagt Burkhard Kötter vom Landesbetrieb. „Für etwaige Schäden sind die Autofahrer als Verursacher haftbar. Das ist aber natürlich schwer umzusetzen.“ Heißt im Klartext: Das Dorf bleibt auf den Kosten sitzen. „Ist leider so“, sagt Kötter.

Mit der Freigabe der L119 haben die Autofahrer eine Sperrung einer Hauptverkehrsader in der Region überstanden. Ganz zu Ende ist der Baustellen-Marathon dieses Jahres in Glückstadt und Umgebung aber damit noch nicht: Der Janssenweg bleibt noch bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Sep.2015 | 16:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen