Itzehoer Störbrücke : A23: Freie Bahn ab Juni 2016

Gestern auf der neuen Brücke: Frank Nägele (l.) und Torsten Conradt.
Gestern auf der neuen Brücke: Frank Nägele (l.) und Torsten Conradt.

Die zweite Störbrücke wird im Oktober mit einem Fest eingeweiht. Danach soll der Verkehr ab Juni 2016 störungsfrei laufen.

shz.de von
30. Juli 2015, 16:00 Uhr

Itzehoe | Der Asphalt zieht sich über die Fahrbahn der zweiten Störbrücke. Nur die Markierungen fehlen noch. „Die Störbrücke ist fertig“, verkündet Iris Dautwiz von der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV). Die nächste gute Nachricht folgt, erstmals nennt sie ein Datum, zu dem die Lücke in der Autobahn 23 geschlossen sein wird: 30. Juni 2016.

Seit neun Jahren wird gearbeitet, um aus der dreispurigen Bundesstraße eine vierspurige Autobahn zu machen. 159 Millionen Euro werden nach den Worten von LBV-Direktor Torsten Conradt insgesamt investiert, „wir sind mal in der Größenordnung 100 Millionen Euro gestartet“. Doch die Preissteigerung werde zu Beginn nie eingerechnet, zudem sei die Gründung für die beiden neuen Brücken sehr aufwändig gewesen, betont Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele. „Auch mit Blick auf die Kostenentwicklung ist das kein Projekt, für das wir uns schämen müssen.“

Neben der zweiten Störbrücke ist vieles fertig wie die vierspurige Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Nord bis -Mitte und das Teilstück zwischen der Anschlussstelle Itzehoe-Süd und der Brücke der Kreisstraße 55 (Birkenweg). Aber an diversen Stellen des Vorhabens wird noch gearbeitet. So werden von Ende August bis Anfang Oktober auf der Nordseite das letzte Teilstück vor der zweiten Störbrücke gebaut sowie Zufahrten der Anschlussstelle Mitte. Diese ist in dieser Zeit in Richtung Hamburg gesperrt. Seit April wird auf der Südseite die Fahrbahn Richtung Hamburg mit einer Länge von 3,2 Kilometern hergestellt. Ende Oktober soll das geschafft sein, dann fließt der Verkehr über beide Brücken.

Doch zuvor wird gefeiert: Wie bei der ersten Störbrücke ist ein Fest zur Einweihung vorgesehen, geplantes Datum ist der 24. Oktober. „Das ist auch ein Dank an alle, die die Baumaßnahme über sehr viele Jahre ertragen haben, Anwohner und Benutzer der Autobahn“, sagt Iris Dautwiz.

Ein entscheidender Schritt fehlt dann noch: Zwei Kilometer der Fahrbahn Richtung Heide müssen von Grund auf inklusive Entwässerung gebaut werden. Nur zwei Kilometer, aber: „Ein Nadelöhr ist immer ein Nadelöhr“, sagt Nägele, wohl wissend, dass die Belastung für Pendler und Logistikfirmen bleibt. Weil sich dieses Vorhaben in den Winter streckt und bei entsprechendem Wetter nicht vorankäme, wurde als Termin für die Fertigstellung Ende Juni 2016 festgelegt. Das sei dann, betont der Staatssekretär, immer noch rechtzeitig zu den Sommerferien. So zeigt er sich zufrieden mit dem Verlauf des Großprojekts: „Wir sind mit der Baumaßnahme zufrieden und erleben eine Region, die sich auf die Straße freut.“

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