Ehemann wartet auf Antworten : Woran ist Jana Gruhle aus Mehlbek gestorben?

Avatar_shz von 08. August 2021, 07:17 Uhr

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Möchte endlich die Todesursache seiner verstorbenen Frau Jana wissen: Kai Gruhle.
Möchte endlich die Todesursache seiner verstorbenen Frau Jana wissen: Kai Gruhle.

Anfang Februar ist Jana Gruhle unerwartet gestorben. Eine Obduktion sollte die Todesursache klären – bis heute hat Kai Gruhle nichts erfahren.

Mehlbek | „Der Schmerz ist grenzenlos, die Lücke unermesslich.“ Diese Worte in der Todesanzeige seiner Frau Jana gelten für Kai Gruhle immer noch. Anfang Februar dieses Jahres musste der Mehlbeker seine Frau, die am 3. Februar plötzlich und ohne ersichtlichen Grund verstorben war, beerdigen. Aber warum musste seine Frau sterben? Was ist die Ursache gewesen? Auf diese Frage hat der 51-Jährige auch fast ein halbes Jahr später noch keine Antworten erhalten. Bei der Obduktion konnte jedoch keine normale Todesursache festgestellt werden. Jana Gruhle arbeitete als mobile Hundefriseurin. Am Todestag war sie bei einem Kunden in Gokels, wo sie in ihrem Sprinter plötzlich zusammenbrach. Alle Rettungsversuche waren vergeblich. Wie üblich in Fällen, wo die Todesursache nicht ersichtlich ist, wurde eine Obduktion angeordnet, die Beisetzung fand danach am 9. Februar auf dem Wackener Friedhof statt. „Bei der Obduktion konnte jedoch keine normale Todesursache festgestellt werden“, sagt Kai Gruhle. Seine Frau sei nicht krank gewesen, „kurz vor ihrem Tod war sie noch beim Arzt gewesen und wurde geröntgt“. Und sie habe weder getrunken und geraucht, noch Drogen genommen. Anwältin eingeschaltet Über die Todesursache habe er danach nichts mehr gehört, niemand bei Kripo oder Staatsanwaltschaft hätte ihm Auskunft geben können. Er wolle endlich abschließen können. „Ich komme mir schon blöd vor, denn auch Nachbarn und Bekannte wollten wissen, woran meine Frau denn gestorben ist.“ Schließlich habe der Sohn aus der ersten Ehe seiner Frau eine Anwältin eingeschaltet, die zumindest Akteneinsicht bekommen habe. Darin heißt es, dass die Mediziner, die die Obduktion vorgenommen hatten, „unklar“ bei der Todesursache angegeben hatten. Deshalb empfahlen sie weitere feingewebliche Untersuchungen der inneren Organe sowie eine chemisch-toxikologische Untersuchung. Hinter jedem Todesfall verbergen sich Schicksale, und wir versuchen alles so empathisch wie möglich zu regeln. Weiterhelfen kann derzeit auch die zuständige Staatsanwaltschaft Kiel nicht. „Wir haben die weiteren Untersuchungen gleich am 11. Februar verfügt“, sagt Pressesprecher Michael Bimler. Üblicherweise müsse man jedoch sechs bis acht Monate auf die Ergebnisse warten, da die Rechtsmedizin überlastet sei. „Das können wir als Staatsanwaltschaft leider nicht ändern.“ Lediglich bei dringenden Kapitalverbrechen lägen Ergebnisse schneller vor. Stehe das Ergebnis der Untersuchung fest, erhielten die Angehörigen üblicherweise ein Schreiben oder könnten auch Akteneinsicht nehmen. „Hinter jedem Todesfall verbergen sich Schicksale, und wir versuchen alles so empathisch wie möglich zu regeln.“ ...

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