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Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 04:14 Uhr

startschuss : 9,5 Millionen für die Innenstadt?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoe beantragt Teilnahme an Förderprogramm. Störöffnung soll als Leitbild dienen.

von
erstellt am 13.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Die Eröffnung des Stör-Carree war ein entscheidender Schritt – doch es gibt noch viel zu tun in der Innenstadt. Es ist ein „Funktionsverlust der zentralen Versorgungsbereiche – insbesondere durch gewerblichen Leerstand – zu beobachten“, hat das Innenministerium des Landes festgestellt. Deshalb hat es der Stadt die Teilnahme am Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ nahe gelegt. Das Land habe nach einem Stadtrundgang mit Vertretern des Innenministeriums festgestellt, dass die Problematik mit der Zielrichtung des Programms übereinstimmt, erklärt Bürgermeister
Dr. Andreas Koeppen.

Sehr kurzfristig vor Ablauf der Bewerbungsfrist sei dann Ende Februar die Aufforderung gekommen, den Antrag für das Programmjahr 2014 zu stellen. „Die Unterlagen liegen in Kiel inzwischen vor“, erklärt Koeppen. Nun müsse „der politische Prozess nachgeschoben werden“. So steht das Thema am Montag auf der Tagesordnung des Finanz- und am Dienstag auf der des Stadtentwicklungsausschusses. Für 2014 soll ein Förderantrag in Höhe von einer Million Euro eingereicht werden. Die Gesamtkosten bis zum Jahr 2024 werden mit rund 9,5 Millionen Euro beziffert. Wie bei solchen Programmen üblich, gibt es eine Drittelfinanzierung zwischen Stadt, Land und Bund. Itzehoe müsste also für den gesamten Zeitraum rund 3,18 Millionen Euro beisteuern.

„Die Innenstadt von Itzehoe erfüllt nur noch eingeschränkt die Aufgaben eines Zentrums des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens, da sie zum Teil schwere strukturelle sowie städtebauliche Defizite und Missstände aufweist“, heißt es im Antrag der Stadt. Die Leerstandsproblematik sei deutlich wahrnehmbar und bewirke ein negatives Image. Itzehoe besitze kulturelle Anziehungspunkte wie das Theater, doch diese seien „nicht adäquat in die städtebauliche Stadtstruktur integriert“. Insbesondere das Theater „verfehlt als herausragendes Gebäude sein optisches Wirkungspotenzial, da das Umfeld und der Theaterplatz aufgrund gestalterischer Mängel beeinträchtigt sind“. Ausdrücklich wird dabei auf die Bemühungen des Vereins störauf verwiesen.

Damit sei eine erste „Duftmarke“ in Sachen Störschleife gesetzt worden, meint Koeppen. Das Projekt passe gut zum Programm. Als Handlungsschwerpunkte werden die Qualifizierung des Einzelhandels und Nutzungsvielfalt, die Stärkung der Wohnfunktion sowie der zentralörtlichen Funktion genannt. Zur Letzteren gehöre auch die gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raums und der Aufenthaltsqualität – und das werde durch eine offene Stör erreicht. Koeppens Wunsch: „Ein Masterplan Innenstadt mit dem Leitbild der offenen Störschleife.“

Durch frühere Gutachten wie etwa das Integrierte Stadtentwicklungskonzept oder das Einzelhandelskonzept gebe es viele Module, auf die man für das Programm aufbauen könne. Da es zudem engagierte Bewegungen in der Innenstadt sowie ein gutes Miteinander zwischen Kaufmannschaft und Verwaltung gebe, sieht Koeppen „gute Chancen, dass man es hinbekommt“. Klar sei allerdings: „Das ist nichts, was kurzfristig passiert. Es ist ein mindestens mittelfristiges Programm.“

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