Trecker-Fans in Brokstedt : 800 Trecker locken 10 000 Fans

Es ist jedes Jahr wieder ein Hingucker, wenn die alten Traktoren unter knattern, tuckern und rattern vorbei rollen.
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Es ist jedes Jahr wieder ein Hingucker, wenn die alten Traktoren unter knattern, tuckern und rattern vorbei rollen.

Das tradidionelle Lanz-Bulldog-Treffen musste am Nachmittag durch den Gewitter-Regen kurzzeitig unterbrochen werden.

shz.de von
11. Mai 2018, 13:30 Uhr

Erst strahlender Sonnenschein, dann kam der Gewitter-Regen – und die Veranstaltung war (fast) vorbei. Gestern wurde das 44. Lanz-Bulldog-Treffen vom Lanz-Bulldog-Club Holstein in Brokstedt am Nachmittag jäh vom Wetter unterbrochen. „Bis dahin hatten wir fast genauso viele Besucher wie im vergangenen Jahr“, erzählte der Vorsitzende Michael Bollweg. Knapp 10000 Besucher nutzten das Angebot. Die Fahrer von 800 Treckern und Traktoren kamen teils von weit her, auch aus der Schweiz, Schweden und Norwegen. Auf großes Interesse stieß zudem der Floh- und Teilemarkt. So Bollwegs Fazit: „Auch wenn der Regen die Leute vertrieben hat, war unser Treffen wieder erfolgreich.“

Im Speedwaystation in Brokstedt wurden die historischen landwirtschafticher Maschinen zum Hingucker, als sie an den Zuschauern vorbei rollten – knatternd, schnaufend und ratternd unter schwarzen Rußwolken. Mitten zwischen den grauen, dunkelblauen und grünen Landwirtschaftsmaschinen ein Farbtupfer: zwei leuchtend oragefarbene „Pampa“-Bulldogs, Nachbauten von 1952 mit 55 PS aus Argentinien. Sie wurden von Herbert Nöhring und Jürgen Meyer aus Hude bei Schwabstedt (Kreis Nordfriesland) gezeigt. „Davon wurden nur 3500 Stück gebaut“, so Herbert Nöhren. „Ich habe ihn direkt aus Südamerika importiert.“ Und das Beste daran: Auch die Besitzer waren aufgrund ihrer farblich abgestimmten knallig orangefarbenen Overalls weithin zu erkennen. „Das ist mal etwas Anderes, und wir rufen auf diese Weise viel Interesse bei den Besuchern hervor“, meinte Herbert Nöhring.

Ein paar Meter weiter standen Fynn Karow (30) aus Sören (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Stefan Breunle aus Balje (Niedersachsen) neben ihrem knatternden rostbraunen 35-PS-Glühkopf-Bulldog, Baujahr 1941. „Den habe ich vier Jahre lang restauriert“, berichtete Fynn Karow. „Viele Besucher sind sehr neugierig und stellen viele Fragen.“ In der Sonderschau unter dem Motto „Fahr-Schlepper“ wurden Oldtimer-Traktoren sowie weitere historische Landtechnik ausgestellt, darunter auch ein „Fahrmobil“. „Das sollte einmal ein allgemein gebräuchliches Privat-Fahrzeug für Landwirte werden“, so Michael Bollweg. „Hat sich aber nicht durchgesetzt.“


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