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umstellung : 800 Konten sind noch nicht SEPA-fertig

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zahlungsverkehr wird in gut 50 Tagen umgestellt. Geldinstitute mahnen: Vereine und Unternehmen müssen jetzt handeln.

von
erstellt am 11.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Zum 1. Februar 2014 werden Überweisungen auf das SEPA-Verfahren umgestellt. Doch etwa ein Viertel aller betroffenen Kunden der Sparkasse Westholstein sind noch nicht dafür gerüstet. „Von 3000 Konten insgesamt sind knapp 800 noch nicht SEPA-fertig“, berichtet Lars Lohmann, Mitarbeiter der Sparkasse. „Das sind erschreckend viele.“ Außerdem haben bislang erst 25 Kunden tatsächlich eine SEPA-Lastschrift eingereicht.

Auf Privatkunden hat die Umstellung nur geringe Auswirkungen. Handeln muss, wer Lastschriften einzieht, also Unternehmen und Vereine. Für das SEPA-Verfahren müssen sie sich bei der Deutschen Bundesbank eine Gläubiger-ID holen. Im zweiten Schritt müssen sie eine Inkassovereinbarung mit ihrer Bank treffen. „Dann ist der Kunde von uns aus SEPA-fertig“, erklärt Lars Lohmann, „aber das heißt noch nicht, dass auf seiner Seite alles funktioniert.“

Manche Kunden hätten Schwierigkeiten damit, dass Lastschriften in Zukunft nicht mehr in Papierform sondern nur noch über das Internet eingereicht werden können. Ein entsprechender Zugang zum Online-Banking ist also Pflicht. Pflicht ist auch, dass die Empfänger von Lastschriften ihre Schuldner schriftlich informieren, dass sie auf das SEPA-Verfahren umstellen. Gegebenenfalls müssten sie sogar neue Unterschriften zur Einwilligung zum Lastschrifteinzug einholen, wenn diese nicht lückenlos vorliegen. „Gerade bei älteren Vereinen ist das oft der Fall“, weiß Lars Lohmann.

Manche Vereine versuchten die Umstellung auf das neue Verfahren zu umgehen, indem sie ihre Mitglieder bitten, die Beiträge in Zukunft per Dauerauftrag zu überweisen. Das könne allerdings neue Schwierigkeiten mit sich bringen, meint Lohmann, wenn zum Beispiel einzelne Mitglieder nicht pünktlich zahlen würden.

Am schlimmsten sei jedoch, wenn Vereine oder Unternehmen gar nicht handeln würden. Denn langsam wird es ernst: „Wenn die Nachfolgeregelung nicht getroffen ist, dann stehen Beträge aus Lastschriften ab dem ersten Februar nicht mehr zur Verfügung“, stellt Lohmann klar.

Der Experte rät, sich nicht nur auf das neue Verfahren vorzubereiten sondern es auch gleich auszuprobieren. „Erst wenn tatsächlich eine Lastschrift eingereicht wird zeigt sich, dass möglicherweise noch Fehler im System sind.“ Bei 50 Prozent aller bisher eingereichten SEPA-Lastschriften sei zum Beispiel die internationale Kontonummer (IBAN) fehlerhaft gewesen. Lohmann rät: „Kunden sollten erstmal eine geringe Anzahl an Lastschriften zur Probe einreichen, bevor sie ihre kompletten Einzüge nach dem neuen System abwickeln.“


Für Privatkunden ändert sich nur Kontonummer


Für Privatkunden bleibt lediglich zu beachten, dass sie in Zukunft statt einer Kontonummer auf Überweisungsträgern eine 22-stellige Nummer, die sogenannte IBAN (International Banc Account Number) eintragen müssen. Ihre Hauptbestandteile sind aber alte Bekannte: Auf einen Ländercode mit zwei Stellen und eine ebenfalls zweistellige Prüfziffer folgen Bankleitzahl und Kontonummer. Mithilfe von IBAN-Rechnern im Internet, lässt sich die Nummer ganz leicht ermitteln.

>Ausführliche Informationen unter www.sparkasse.de/privatkunden/konto-karte/sepa/

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