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Politik : 80 000 Euro Kosten für Gemeindewohnung

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Kollmars Politiker wollen Gemeindewohnung und Straßen sanieren.

Viel Sitzfleisch brauchten die Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses sowie die Zuhörer während der Sitzung des Ausschusses im „Fährhaus Kollmar“. Über drei Stunden benötigten die Kommunalpolitiker, um die Tagesordnung abzuarbeiten.

Großen Diskussionsbedarf gab es bei der Frage, was aus der derzeit leer stehenden Obergeschosswohnung im gemeindeeigenen Haus Strohdeich 3 werden soll. Nach dem Auszug der Mieterin wurde die Wohnung besichtigt und festgestellt, dass vor erneuter Vermietung ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. „Wir müssen energetisch sehr vieles machen, die Sanitär- und Elektroinstallationen sind veraltet und auch der Schnitt der Räumlichkeiten könnte verändert werden“, so Ausschussvorsitzender Ernst-Hermann Greve. Erste Kostenschätzungen seitens der Verwaltung belaufen sich nach Aussage Greves auf rund 80 000 Euro.

Das erschien einigen Ausschussmitgliedern zu kostspielig. Als Alternative zur Sanierung wurde vorgeschlagen, nur die nötigsten Arbeiten auszuführen und die Wohnung als Lagerraum für gemeindliche und Vereins-Zwecke zu nutzen. WG-Vertreter Heinz Viehmann sprach sich sogar für den Verkauf des Hauses aus. Da sich im Gebäude und auf dem Grundstück allerdings auch Wohnung und Abstellräumlichkeiten für den Gemeindearbeiter befinden, wurde von diesem Vorschlag Abstand genommen. Nach langer Diskussion stimmten die Ausschussmitglieder für die Beauftragung eines Architekten, der in einer Vorplanung die genauen Sanierungskosten der 65 Quadratmeter großen Wohnung ermitteln soll. Entweder als Ausbau zur weiteren Vermietung oder zum Zwecke der Lagermöglichkeit.

Die Sanierung Deckschicht im Kehrweg und der Brücken im Kehrweg und in der Deichreihe waren weitere Diskussionspunkte. Nach ersten Schätzungen sollen die Arbeiten an der Kehrwegbrücke 55 000 Euro verschlingen. Bei der Erneuerung der Straßendecke des Kehrwegs durch den Wegeunterhaltungsverband (WUV) könnten die Kosten für die Gemeinde über 100 000 Euro betragen. Die Ausschussmitglieder beschlossen, ein Ingenieurbüro zu beauftragen, das alternativ zur Brückensanierung auch die Kosten zur Verrohrung der Wettern veranschlagt. Hierbei ist Eile geboten, denn die Straßendecke des 1,4 Kilometer langen Kehrwegs soll noch in diesem Jahr durch Abfräsung und Aufbringung einer verstärkten Tragschicht erneuert werden.

Für weitere laufende Straßenunterhaltungsmaßnahmen werden in diesem Jahr die Straßen Strohdeich, Kleine Kirchreihe, grüne Straße und der Einfahrtsbereich Moorhusen-Langenhals, zum Deckenprogramm 2015 der Selkweg beim WUV angemeldet.

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