Kommunalwahl in Steinburg : 799 ungültige Stimmzettel

Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag waren einige Scherzkekse dabei, die durch unzulässige Zusätze ihren Stimmzettel ungültig machten.
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Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag waren einige Scherzkekse dabei, die durch unzulässige Zusätze ihren Stimmzettel ungültig machten.

Der Kreiswahlausschuss stellt vorläufiges Zwischenergebnis fest. Auch Horst Schlämmer wurde gewählt.

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12. Mai 2018, 14:08 Uhr

52 337 Steinburger haben ihre Stimme bei der Kreiswahl am Sonntag abgegeben – in 16 Fällen musste gestern Morgen der Kreiswahlausschuss noch einmal tätig werden. Gültig oder nicht-gültig lautete die Frage für die neun Mitglieder. Bis auf einen Fall wurden alle Zettel schließlich für zulässig erklärt. Am Ergebnis für die Parteien und Wählervereinigungen sowie an der Sitzverteilung änderte dies nichts.

„Die Wahl ist im Großen und Ganzen gut gelaufen“, bilanzierte die stellvertretende Kreiswahlleiterin Sigrid Westphalen. Es sei zu keinen Besonderheiten und Auffälligkeiten in den 155 Wahlbezirken gekommen. „Die Wahlvorstände haben gute Arbeit geleistet.“

Insgesamt gab es 799 ungültige Stimmzettel. Auf diesen war entweder der Wählerwille nicht klar zu erkennen, da unter anderem mehr als ein Kreuz gemacht wurde, oder der Wahlzettel war mit Kommentaren („Ihr seid es nicht wert“) bekritzelt. Auch die Fernsehfigur Horst Schlämmer hat wieder Stimmen bekommen – natürlich ungültige. Kreiswahlleiter Torsten Wendt bedankte sich bei den Wahlvorständen, einige hätten am Wahltag bis tief in die Nacht gearbeitet, um Fehler bei der Stimmen-Auszählung zu vermeiden.

Am Ende sieht die Stimmenverteilung folgendermaßen aus: CDU 22 225 (plus fünf Stimmen gegenüber dem ersten vorläufigen Ergebnis, 39,23 Prozent), SPD 10 985 (plus sechs, 21,30 Prozent), Grüne 7238 (plus eins, 14,04 Prozent), FDP 3896 (7,56 Prozent), AfD 3148 (plus eins, 6,11 Prozent), Die Linke 2027 (plus eins, 3,93 Prozent), Bürgerliste Steinburg 1061 (2,06 Prozent), Freie Wähler 955 (plus eins, 1,85 Prozent), Wählerinitiative Steinburg 854 (1,66 Prozent), Frauen für Steinburg 322 (0,62 Prozent). Einzelkandidaten: Gerhard Blasberg 426 (0,83 Prozent), Siegfried Hansen 415 (0,81 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag bei 50,21 Prozent. Der Kreiswahlausschuss stellte gestern allerdings erst das vorläufige Zwischenergebnis fest. Denn im Wahlkreis 12 (Horst/Hohenfelde) findet die Kreiswahl aufgrund des Todes des Kandidaten der Linken erst am 27. Mai statt. Dort haben noch gut 5300 Wähler die Möglichkeit, in den sieben Wahlbezirken ihre Stimme abzugeben. Zumindest der Direktkandidat wird ebenfalls in den Kreistag einziehen, der bisher einschließlich der sechs zusätzlichen Überhang- und Ausgleichsmandaten aus 51 Politikern besteht. Das endgültige Wahlergebnis steht nach der Sitzung des Kreiswahlausschusses am 31. Mai fest.

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