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Unfall-Drama : 72-Jährige erliegt ihren Verletzungen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der schwere Unfall vom Montagmorgen auf der Störbrücke hat ein drittes Todesopfer gefordert. Eine 72-Jährige ist am späten Dienstagabend im Heider Westküstenklinikum gestorben. Sie war schon am Unfallort für tot gehalten worden, gab dann aber Lebenszeichen von sich.

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erstellt am 04.Sep.2013 | 05:30 Uhr

Der dramatische Unfall am Montagmorgen auf der Störbrücke hat ein drittes Todesopfer gefordert. Eine 72-Jährige ist am späten Dienstagabend im Heider Westküstenklinikum ihren Verletzungen erlegen, nachdem eine 36-Jährige und ihr sechsjähriger Sohn bereits am Unfallort gestorben waren. Derweil sorgte die Frage, warum die 72-jährige Frau zunächst für tot gehalten wurde, weiter für Gesprächsstoff. Neue Erkenntnisse dazu gibt es jedoch nicht.

Bei der Frau, die auf dem Beifahrersitz des Unfallwagens gesessen hatte, wurden an der Unfallstelle keine Lebenszeichen mehr festgestellt, zudem wies sie sichtbare schwerste Schädel-Hirn-Verletzungen auf, so dass sie für klinisch tot gehalten wurde (wir berichteten). Auf Anweisung der Polizei habe er die vermeintliche Leiche sowie eine weitere Leiche in die Pathologie des Klinikums Itzehoe gebracht, erklärt Martin Krause, Inhaber des Itzehoer Bestattungsinstituts Alpen. Die Frau lag auf einer Trage. „Als wir im Fahrstuhl Richtung Keller fuhren, bewegte sich die Decke, mit der die Dame zugedeckt war“, so Krause. „Das war natürlich ein Schock.“ Instinktiv hätten er, sein Kollege sowie der Pathologie-Pfleger die Frau aufgedeckt. „Da haben wir gesehen, dass sie sich bewegte und Atmung vorhanden war.“ Der Pfleger habe sofort einen Notarzt geholt, während der Bestatter und sein Mitarbeiter die 72-Jährige in die stabile Seitenlage brachten. „Es waren dann sofort Leute vom Krankenhaus zur Stelle.“ Man habe auch sehen können, dass die Frau an der Unfallstelle vom Notarzt behandelt worden war. „Es war noch ein EKG-Pflaster zu sehen, und sie war intubiert.“ So einen Vorfall habe er in mehr als 25 Berufsjahren noch nie erlebt.

„Der Unfall beschäftigt uns natürlich auch hier im Haus“, sagt Dr. Marko Fiege (Foto), stellvertretender Ärztlicher Direktor des Klinikums Itzehoe. Das Krankenhaus arbeite in enger Kooperation – zum Teil sogar in Personalunion – mit dem Rettungsdienst zusammen. „Es besteht sehr enger Kontakt. Wir werden den Vorfall sowohl intern als auch gemeinsam analysieren.“

Auch der 18-jährige Fahrer des Unfallwagens, der schwer verletzt ins Itzehoer Krankenhaus eingeliefert worden war, schwebe noch in Lebensgefahr, so Fiege. Ein verletztes Kind sei dagegen mittlerweile außer Lebensgefahr. Der Zustand von drei weiteren Schwerverletzten, die in umliegende Kliniken gebracht wurden, sei unverändert, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg.

Warum der Audi A4 mit der siebenköpfigen armenischen Familie, die nach einer Hochzeit auf dem Rückweg nach Husum war, auf die Gegenfahrbahn geriet, ist nach wie vor unklar. „Die Ermittlungen dauern an.“

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