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Stadtwerke Wilster: : 690 710 Euro Jahresverlust

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Jahresabschluss 2012 Thema in der Ratssitzung. Im Kerngeschäft Strom und Gas gibt es keine Gewinne mehr. Defizit muss aus dem städtischen Haushalt ausgeglichen werden.

„Es wird nicht leichter für die Stadtwerke, Geld zu verdienen“, stellte Werkausschuss-Vorsitzender Andreas Prüß (CDU) fest. Er kommentierte während der Sitzung der Ratsversammlung am Montagabend in der Halle des Alten Rathauses den Jahresabschluss der Stadtwerke Wilster für 2012. Die Bilanzsumme bezifferte er mit rund 8,3 Millionen Euro, den Jahresverlust mit 690710 Euro. Es sei das erste Jahr, „dass wir einen solchen Abschluss haben“, sagte Prüß weiter. Bernd Schwutzke (SPD) pflichtete ihm bei – „ein Rekordergebnis in die falsche Richtung, und wir müssen mit dem städtischen Haushalt den Verlust ausgleichen“.

Im Kerngeschäft Strom und Gas gebe es keine Gewinne mehr, merkte Andreas Prüß an und verwies auf die Wettbewerbsentwicklung. Der Strompreis werde weiter steigen, bis 2020 um mindestens 20 Prozent. Man werde mit den vergleichsweise kleinen Stadtwerken versuchen, den Bürger nicht zu stark zu belasten. Der Werkausschuss-Leiter forderte beide Fraktionen auf, sich gemeinsam mit der Stadtwerkeleitung Gedanken darüber zu machen, wie das Thema angepackt werden könne. „Wir können es dem Bürger nicht zumuten, ihm jedes Jahr steigende Preise zu präsentieren“, fügte Prüß hinzu. „Dann wird der Bürger wechseln.“ Auch in anderen Städten mit eigenen Werken gebe es die Probleme, und „die müssen diskutiert werden“. Ein großer Kostenfaktor für die Stadtwerke Wilster ist das Hallenbad, „das wir aber erhalten wollen“, betonte Prüß unter zustimmendem Nicken vieler Ratsmitglieder. In der August-Sitzung des Werkausschusses wurde mitgeteilt, dass die Besucherzahlen im Hallenbad um zehn Prozent gesunken seien – von 28 796 im ersten Halbjahr 2012 auf zum Sitzungzeitpunkt des Ausschusses 26 056.

Bürgermeister Walter Schulz, der die Ratssitzung leitete, hob noch einmal hervor, dass das hohe Minus nicht an einer Fehlplanung liege, sondern dem harten Wettbewerb auf dem Energie-Markt geschuldet sei. „Die Stadtwerkeleitung hat ihr Bestes gegeben“, sagte Schulz. Der Beschluss über den Jahresabschluss 2012 und der damit verbundene Ausgleich durch den Haushalt der Stadt Wilster fiel anschließend einstimmig aus.

Nicht so düster sieht es beim Jahresabschluss des Bauhofes der Stadt Wilster für 2012 aus. Momentan gebe es ein kleines Defizit von 3566 Euro bei einer Bilanzsumme von 804 646 Euro, doch zurzeit seien noch niht alle Arbeiten abgerechnet. Der Bürgermeister geht von einem Ergebnis um plus-minus Null aus. Auch hier fiel der Beschluss einstimmig aus, einen Fehlbetrag durch den städtischen Haushalt auszugleichen.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 05:39 Uhr

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