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Energiewende : 670 000 Euro für sicherere Stromversorgung

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Schleswig-Holstein Netz modernisiert Stromnetz zwischen Büttel und Nortorf.

von
erstellt am 30.Apr.2015 | 17:00 Uhr

Die Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) investiert 670  000 Euro in die Modernisierung des Stromnetzes zwischen Büttel und Nortorf. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Insgesamt werden demnach zehn Kilometer Mittelspannungskabel verlegt sowie zwei neue Ortsnetzstationen errichtet. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Mitte Mai dauern.

„Mit dieser Baumaßnahme erhöhen wir die Versorgungssicherheit in der Region“, sagt Dirk Jakobi, technischer Leiter für den Kreis Steinburg bei SH Netz. „Wir investieren regelmäßig in die Erweiterung und Erneuerung unserer Stromnetze und technischen Anlagen“, betont Jakobi. So habe SH Netz im vergangenen Jahr allein im Kreis Steinburg „rund 14 Millionen Euro in den Ausbau sowie die Instandhaltung ihrer Strom- und Gasnetze investiert“.

Die neue Mittelspannungsleitung werde auf zehn Kilometern Länge entlang der Straßen Kuhlen, Flethseer Straße, Moorweg und Landscheider Weg, weiter über Privatgrund und schließlich entlang der Straßen Schotten und Dwerfeld verlaufen. Die beiden neuen Ortsnetzstationen werden in der Straße Schotten auf Höhe der Hausnummer 18 und in der Straße Dwerfeld auf Höhe der Hausnummer 3 errichtet.

Ortsnetzstationen transformieren die Spannung aus dem Mittelspannungsnetz auf 400 Volt Niederspannung, mit der das Ortsnetz betrieben wird.

Die neue Leitung ersetze ein Mittelspannungskabel, das im Gleisbett der Bahnverbindung zwischen Brunsbüttel und Wilster verlegt ist und im Rahmen der regelmäßigen Netzpflege von SH Netz turnusmäßig zum Ersatz anstehe. Künftig kreuze das neue Mittelspannungskabel die Gleise nur noch einmal auf Höhe der Flethseer Straße. Um die neue Leitung unter den Gleisen verlegen zu können, setze SH Netz das so genannte Bohrpressverfahren ein. Dabei werde in 1,5 Metern Tiefe ein Stahlrohr in den Boden gepresst und gleichzeitig die verdrängte Erde durch das Rohr in die Startbohrgrube abtransportiert. In das Stahlrohr werde ein Schutzrohr verlegt, in das schließlich die neue Mittelspannungsleitung eingezogen wird. Dirk Jacobi erklärt, dass SH Netz durch die geänderte Trassenführung des neuen Mittelspannungskabels im nächsten Winter 1300 Meter Mittelspannungsfreileitung zurückbauen könne.

Außerdem weist er darauf hin, dass es bei der Einbindung der neuen Ortsnetzstationen in das Stromnetz „punktuell zu Versorgungsunterbrechungen“ kommen könne. Die betroffenen Haushalte würden aber rechtzeitig vorab persönlich oder per Abschaltkarte darüber informiert. 

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