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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 04:33 Uhr

Karneval : 6500 Jecken wollen Spaß

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Närrische Stimmung auf der Fubama in Wilster mit Neue-Deutsche-Welle-Star Markus und seinen größten Hits.

Wild, schrill – Fubama: Am Wochenende herrschte in Wilster wieder einmal Ausnahmezustand. Bereits zum 62. Mal bebten bei der „Fußballmaskerade“ des SV Alemannia Wilster die Bretter. Friedlich feierten 6500 bunt verkleidete Jecken bei Live-Musik und DJs der Szene eine der größten Faschingspartys im hohen Norden. Super-Stimmung herrschte in der Zeltstadt rund ums Colosseum, nachdem Zeremonienmeister Knut Jüstel um 20 Uhr im Anschluss an den „Einmarsch der Masken“ die „Acht goldenen Fubama-Regeln“ verkündet hatte. Besonders bejubelt: die dabei ausgerufene „Kussfreiheit“.

Dann hieß es Musik und Tanz auf allen Bühnen mit Programm aus Live-Konzerten, Top-DJs, Performance und Videoshows. Highlight um Mitternacht: Der Neue Deutsche Welle-Sänger Markus (Markus Mörl) betrat die Bühne im großen Zelt unter dem Motto seines größten Erfolges, das auch Devise des Abends war: „Ich will Spaß!“ Und er war beeindruckt: „Ich trete sonst in großen Städten auf, aber was ich hier vorfinde, ist gigantisch“, sagte er, nachdem er einige seiner eigenen Hits („Kleine Taschenlampe, brenn!“, ) und weitere Songs der Neuen Deutschen Welle („Sternenhimmel“, „Bruttosozialprodukt“), teilweise bei eigener Begleitung auf der Akustikgitarre zum Besten gegeben hatte.

Hoch über den Köpfen auf ihren Bühnen standen unterdessen die DJs an den Reglern. DJ Gunnar G. (Gunnar Groksch aus Wacken) im stilechten 70er-Jahre Glitter-Outfit, das seine Frau entworfen und genäht hatte, freute sich: „Es kann nicht besser sein: Alle sind super drauf, haben ihre Sorgen vergessen und feiern eine ganze Nacht lang.“

Ein Höhepunkt war die Kostümprämierung: Mit einem Preisgeld von insgesamt 2000 Euro wurden wieder die besten Verkleidungen prämiert: Einzelpreise: 1. „Johnny Hirsch (Schleppervermietung)“; 2. „Red Rose“; 3. „Der Hahn“. Minigruppen (zwei bis fünf Personen): 1. „Spider Housewives“; 2. „Vier Elemente“; 3. „Verflixt und zugeschneet“. Maxi-Gruppen (Sechs Personen und mehr): 1. „Nachteulen“; 2. „Polynesische Partyperlen“; 3. „Fuba Bubba“. Sonderpreise: 1. „Queen of Clean“; 2. „SV App Store“; 3. „Capri Sonnen“.

Und noch eine Besonderheit bot die Fubama ihren Gästen: das „Standesamt“. Nach wie vor ist das Heiraten sehr beliebt, beim Standesbeamten Thomas Duffner wurden auch diesmal wieder mehrere hundert Ehen für eine Nacht geschlossen.

Die Sicherheit wurde von den Veranstaltern groß geschrieben, und auch das Verkehrskonzept klappte. Die eingerichteten Shuttle-Busse hatten gestern Morgen zahlreiche Jecken wieder heil in die umliegenden Orte gebracht. Mitorganisator Hendrik Gertz, Vorsitzender des SV Alemannia, war mit dem gesamten Verlauf schließlich ausgesprochen zufrieden.

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