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Norddeutsche Rundschau

22. September 2017 | 19:16 Uhr

Wettstreit : 650 Bläser stoßen ins Horn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landesweiter Wettbewerb in Wilster leidet teilweise unter dem starken Regen. Steinburger Jagdhörnchen sind Jugend-Landesmeister

„Trara, es tönt wie Jagdgesang, wie wilder und fröhlicher Hörnerklang.“ Am frühen Sonntagmorgen eröffneten die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Steinburg, Sven Heesch, den 60. Landesbläserwettbewerb des Jagdverbandes Schleswig-Holstein (LJV). Insgesamt traten 48 Gruppen mit zirka 650 Bläsern im Pflicht- und Kürblasen an. Darunter auch befreundete Bläsergruppen aus Niedersachsen, Bayern und Dänemark.

Die Wertungsrichter hatten sich am Colosseum sowie im Bürgermeistergarten aufgestellt und bewerteten Solisten und Gruppen in verschiedenen Klassen. Dabei hatten alle Gruppen drei Pflichtsignale, ein Wahlpflichtstück und ein Kürstück zu blasen. Zahlreiche Zuschauer hatten sich schon zur frühen Stunde eingefunden und applaudierten. In der Sonninstraße boten einige Kunsthandwerker Glaskunst und Hornschmuck, Patchwork und Nistkästen an, außerdem präsentierte sich unter anderem die Kreisjägerschaft mit heimischen Waldtieren, Glücksrad und Quiz. Der Präsident des LJV, Wolfgang Heins, dankte Mandi-Rose Wargenau-Hahn sowie den Ausrichtern Sven Heesch und Bianca Randschau, Steinburger Kreisbläserobfrau, für die gute Organisation. Heins begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter anderem den agrarpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Heiner Rickers, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte. „Ich halte den Schirm und nehme das Regenwetter auf mich“, meinte Rickers.

Der stärker werdende Regen zwang die Bläsergruppen, auf die Colosseumsbühne zu wechseln, das Abschlusskonzert mit allen teilnehmenden Bläsern musste leider ausfallen. Nachdem die Wertung in den unterschiedlichen Klassen abgeschlossen war, traten in der Jubiläumsklasse elf Gruppen gegeneinander an, die ihre Beiträge mit verschiedenen Hörnern und auch gesanglicher Unterstützung vortragen konnten. Die Gastgeber, das Kreisbläsercorps Steinburg, trat gemeinsam mit den Gästen aus Feuchtwangen als „Peters und Elmars Franken-Steins“ an und erreichten in der Wertung den zweiten Platz. „Auch, wenn die Freundschaft zwischen den beiden Gruppen schon einige Jahre besteht, ist es der erste gemeinsame Auftritt“, kündigte Dirigent Elmar Lubenow an.

„Das Jagdhornblasen ist jagdliches Brauchtum und nicht nur Tradition, sondern auch wichtig“, betonte Heiner Rickers, der als Jäger die Signale zu schätzen weiß. Er überreichte Bianca Randschau einen Apfelbaum für die geleistete Arbeit bei der Organisation des Wettbewerbs. „Die Mühe hat sich gelohnt“, lobte auch Wolfgang Heins die Ausrichter.

Den Landesmeistertitel bei den Jugendgruppen holten sich mit 709 Punkten die Steinburger Jagdhörnchen mit Leiterin Gunda Mohr. Die Parforcehorn-Bläser der Wilstermarsch belegten mit 761 Punkten den dritten Platz der Klasse Es.  

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