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Marionettenbühne Kellinghusen : 60er Jahre: Puppenbühne zeigt das Leben in einer Wohngemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die VHS-Marionettenbühne Kellinghusen zeigt für Erwachsene die Sozialkomödie „Sodom und Gomorrha“. Witzig wird das Leben in einer Wohngemeinschaft in den 60er Jahren zur Flower Power Zeit mit Puppen dargestellt.

Sie hatte ja schon einiges erwartet, aber das ist dann doch zu viel: Kaum wird Student Joachim Klüver (gespielt von Till Asmus) von seiner Mutter Meta Klüver (Wiebke Henning) in der ersten WG aller Zeiten in der Petersstraße 18 abgeliefert, bricht dort auch schon das Chaos los: Überall Unordnung, es sieht aus wie auf der Demo, und als dann auch noch zwei Studentinnen nur in Slip und BH auf dem Weg zur Dusche um die Ecke kommen, fällt Mama komplett vom Glauben ab. Kreischt und macht Theater, und eines steht für sie fest: „Hier kannst Du nicht einziehen!“

Viel zu erleben und vor allem zu lachen gibt es am Sonntag, 6. Oktober, wieder von der VHS-Marionettenbühne Kellinghusen in der Schulstraße bei der Feuerwache. Zurück in die wilde Zeit der 68er Jahre versetzt die Sozialkomödie „Sodom und Gomorrha“ ab 19 Uhr für 3,50 Euro Eintritt ihre Zuschauer. Das Stück stammt aus der Feder von Bühnengründer Otto Henning.

Vor der eingängigen Kulisse von Spruchbändern mit Aufschriften wie „Make love not war“ oder „Wir sind dafür, dass wir dagegen sind“ wird geschildert, wie Vater Karl Klüver (Regina Schuldt) seinen Sohn in der Flower Power Zeit in die Großstadt zum Studieren schickt, er aber unbedingt in einer WG von Studenten leben will.

Was er da mit den anderen Studenten Maike Meier (Tanja Schinkel), Informatikerin Helga Möller (Bärbel Körner), Heidi Schulz (Kristine Deppe) und Peter Karstensen (Martin Huemer) erlebt, schildert das etwa zweistündige Stück.

Eine der skurrilsten Figuren darin spielt Otto Henning selber, den Hausmeister Paul Kaschubiak, der zwar richtig Lust auf seinen Job hat, aber gerne auch mal einen trinkt. Während Peter Karstensen sich – wenn er betrunken ist – für Che Guevara im Sarg hält, der vom CIA erschossen wurde. Dann springt er zur Musik „Guantanamera“ aus dem Schrank. Maike Meier hingegen fängt den Tag mit einem durchdringenden Geburtsurschrei an.

Welche Schwierigkeiten Heidi Schulz als Hauptmieterin mit den anderen Mietern hat, welche Reaktionen Gitarrenstunden und Trompetenspiel erzeugen und wer „Scheiß Studenten – raus!“ brüllt, zeigt Stück.

Als Heidi Schulz und Joachim Klüver auch noch ein Techtelmechtel anfangen und wer schließlich das frei gewordene Zimmer bekommt, das können die Zuschauer in der Vorstellung erfahren.

Für Familien gibt es am selben Tag vormittags um 11 Uhr bei einem Eintritt von einem Euro bereits das Stück „Kasper, Peter und der Wald- und Wiesenschreck“. Als am Waldrand ein Hotelbesitzer einen Golfplatz errichten will, gerät der Lebensraum von vielen Kleintieren in Gefahr, Kasper und Peter müssen helfen.

 

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