500 Portionen Kohl in einer Stunde

Lecker: Rund 500 Portionen Kohleintopf bereitete Matthias Bielenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel-Ort mit seinem Team in der Feldküche auf dem Gustav-Meyer-Platz zu.
1 von 3
Lecker: Rund 500 Portionen Kohleintopf bereitete Matthias Bielenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel-Ort mit seinem Team in der Feldküche auf dem Gustav-Meyer-Platz zu.

Feuerwehr im Einsatz auf dem Bauernmarkt in Brunsbüttel: Eintopf in kürzester Zeit ausverkauft

shz.de von
24. September 2015, 05:18 Uhr

Mit zahlreichen Verkaufsständen und der „längsten Kohltafel der Welt“, errichtet entlang der Promenade des Yachthafens, lockte gestern die neunte Auflage des Brunsbütteler Bauernmarkts Besucher in die Schleusenstadt. Kaum dass Bürgervorsteherin Karin Süfke gemeinsam mit Kreispräsident Hans-Harald Böttger, Kohlregentin Freia I. und Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf das Fest in der Schleusenstadt als Teil der Dithmarscher Kohltage offiziell für eröffnet erklärt hatten, bildeten sich bereits lange Schlangen an den Gastronommieständen, die Kohlgerichte in den unterschiedlichsten Variationen anboten.

Einen besonders starken Zulauf genoss die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel-Ort. Mit Töpfen und Frischhaltedosen ausgestattet, erschienen die Kunden gleich scharenweise, um die zu Hause wartenden Familienmitglieder mit einem leckeren Kohleintopf zu versorgen. „Seit 2001 sind wir schon mit unserer Feldküche dabei und haben uns im Laufe der Zeit eine Stammkundschaft aufgebaut“, erzählt Chefkoch Matthias Bielenberg. Wenn es ums Kochen geht, dann rückt Ortswehrführer Michael Elies bereitwillig ins zweite Glied und überlässt dem gelernten Schlachter die Führung. Ihm zur Seite stehen Claudia Grumm, Michael Böttcher und Ehefrau Petra Bielenberg. „Insgesamt 35 Kohlköpfe haben wir in Handarbeit für den Eintopf kleingeschnitten“, erzählt Bielenberg. Mit Kartoffeln, Wurzeln, Kassler und Gewürzen wurde die Hauptzutat rund vier Stunden lang in der auf dem Gustav-Meier-Platz aufgebauten Feldküche gekocht. „Leider können wir nur 250 Liter und somit rund 500 Portionen herstellen, da das Nachkochen einfach zu lange dauern würde“, so Bielenberg. Der zubereitete Kohleintopf ist in der Regel, je nach Wetterlage innerhalb einer dreiviertel bis zu eineinhalb Stunden ausverkauft. So auch in diesem Jahr wieder.

Während die Landfrauen mit frischgebackenen Förtchen für den Nachtisch sorgten, lockte Axel Roskors Besucher des Bauernmarktes mit einer besonderen Spezialität an seinen Stand. Neben selbstgemachten Honig hatte er Weißkohlmarmelade aus eigner Herstellung im Sortiment.

Für Unterhaltung sorgten auf der Bühne neben den Jagdhornbläsern, Schüler der Boy Lornsen Grundschule mit Liedern und Gedichten in plattdeutscher Sprache. Am Nachmittag verbreiteten das musikalische Duo „Die Silberfische“ sowie die Plattdeutsche-Theatergruppe „Oldies“ mit ihren Darbietungen gute Laune und sorgten für ausgelassene Stimmung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen