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Deutscher Kinderschutzbund : 50 Jahre engagiert für Kinder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Ortsverband des Kinderschutzbundes feiert 50. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums findet ein offizieller Empfang im itzehoer theater und ein Straßenfest statt.

Krippe und Kindergartenbetreuung, Hortgruppe, kostenloser Mittagstisch für bedürftige Kinder, Freizeitangebote in den Ferien, das rollende Kinderhaus, Hilfe für junge Familien, Elternschule – von einem so breiten Angebot haben die Gründer wohl nicht einmal geträumt, als sie 1963 den Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB) ins Leben riefen. In den Anfangsjahren unter Vorsitz von Inke Windfuhr habe sich die Tätigkeit vor allem auf Einzelfallhilfe für benachteiligte Familien beschränkt, erinnert sich Gründungsmitglied Marlen Goldbeck-Löwe in der Chronik zum 50. Geburtstag.

In den 70er Jahren rückten Migrantenkinder in den Fokus. Erst gab es eine Schularbeitenhilfe für ausländische Kinder im Halfmannhaus, später stand die sozialpädagogische Initiative „Betreuung von deutschen und ausländischen Kindern“ im Mittelpunkt. 1976 wurde in der ehemaligen Infektionsbaracke des Krankenhauses am Langen Peter das Kinderhaus eingerichtet – Vorläufer der heutigen Institution. Diese Zeit ist eng mit dem Namen Magdalena Schröder verbunden. Sie war Vorsitzende des DKSB, leitete die Arbeit im Halfmannhaus und am Langen Peter und ehrenamtlich auch noch nach dem Umzug 1981 ins heutige Domizil am Markt 16. „Durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre sprichwörtliche Beharrlichkeit für das Wohl der Kinder hat sie bei vielen Menschen, Firmen und Behörden Türen geöffnet“, heißt es in der Chronik.

„Das Itzehoer Haus war das allererste Kinderhaus, ein Modellprojekt“, erklärt Frank Kölling, der heutige Leiter der Einrichtung. 1998 erhielt es das Gütesiegel „Blauer Elefant“. Heute sei es das Herzstück des DKSB, sagt Ortsvorsitzender Reinhard Bischof. Mit 17 hauptamtlichen Mitarbeitern sei es längst ein „mittelständisches Unternehmen“. Nur mit ehrenamtlichen Helfern seien die Aufgaben heute nicht mehr zu wuppen, zumal auch die Anpassung an das Kindertagesstättengesetz viele Neuerungen brachte – nicht nur bei der Arbeit, sondern auch bei der Finanzierung. Dazu, dass alles läuft, trägt auch der 1985 gegründete Förderverein „Freunde des Kinderhauses“ bei.

Der Geist Magdalena Schröders weht noch immer durch das Haus. So spielt die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund nach wie vor eine große Rolle – und auch die Arbeit werde in ihrem Sinne „und mit dem gleichen Engagement und der gleichen Wertschätzung für jeden Einzelnen“ fortgeführt, heißt es in der Chronik.

Der Ortsverband genieße große Anerkennung, freut sich die 2. Vorsitzende Frauke Steinberg – und das gilt nicht nur für den Kreis Steinburg. „Wir sind einer der führenden Ortsverbände“, betont Reinhard Bischof.

Die „Großen“ feiern das 50-jährige Bestehen mit einem Festakt am Freitag, 13. September, ab 10 Uhr mit einem Festakt im theater itzehoe. Unter Moderation von Stefan Wolter gibt es neben Grußworten, Film- und Kindervorführungen auch einen Vortrag des DKSB-Bundesvorsitzenden Heinz Hilgers.

Für die Kleinen steigt die Party am Sonnabend, 14. September, ab 12 Uhr auf der Straße vor dem Kinderhaus am Markt. Es gibt ein großes Bühnenprogramm, Musik und Stände mit Essen und Trinken für alle Kinder aus dem Kreis Steinburg.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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