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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 03:43 Uhr

Wildnis-Cup : 400 Kanuten beim Wildnis-Cup

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Start in Glückstadt – Wende an der Hühnerbrücke in der Engelbrechtschen Wildnis: Ein großer Spaß für Teilnehmer und Zuschauer.

Super, toll, gelungen – die Lobeshymnen wollten gar kein Ende nehmen. Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung haben die Mitglieder des Wildnis-Clubs wieder eine Veranstaltung geboten, die mittlerweile in der Region zu den Mega-Spaß-Events zählt: Der achte Wildnis-Cup – ein echtes Top-Erlebnis. „Ja, es ist dieser besondere Spirit: Jeder, der nach dem Rennen aus dem Boot steigt, bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht“, urteilte Ingo Mühle, Vorsitzender des Veranstaltungs-Clubs.

Diese Begeisterung, diese Freude am Spaß und Wettkampf war jedem der etwa 400 Teilnehmer anzumerken. Einen Tag lang stand der Rhin zwischen Ulf Ostermanns Kanuverleih und der Hühnerbrücke ganz im Zeichen der Kanuten. Und überall an den zugänglichen Stellen hatten sich Fans postiert, um jedes Boot anzufeuern.

Es gab Teilnehmer, die nur so zum Spaß ihre Strecke absolvierten. Aber bei den meisten herrschte der Ehrgeiz vor. Hauke Buttmann aus dem Team Sommerland brachte dies auf den Punkt: „Wir sind zum vierten Mal dabei. Gewinnen ist nicht wichtig – Hauptsache, wir liegen vor Gehlensiel.“ Und darum lieferten sich gerade die „Wilden Dörfer“ in ihrer Kategorie heiße Duelle in der Königsklasse der 10er-Boote.

Doch Training ist das eine, Wettkampf das andere: In den Proben hatte das Team Engelbrechtsche Wildnis noch die Bestzeit gefahren, im Rennen lagen andere vorn: Nach hart umkämpften Fahrten holte sich das Team Süderau den Sieg vor Glückstadt 4 und Glückstadt 2. Nur 14 Sekunden trennten Erst- und Drittplatzierte.

Nicht minder spannend machten es „Die wilden Alten“. 600 Lebensjahre müssen sich auf die jeweils fünf Männer und Frauen im Boot verteilen. Aber Alter schützt ja nicht vor Leistung. Mit einem imponierenden Lauf verteidigten die „Uhus“ auf der Strecke über sieben Kilometer ihren Vorjahrestitel vor den Rhinteufeln und den Fliegenden Rhinern. Bemerkenswert: Das Durchschnittsalter der Rhinteufel: 69,3 Jahre. Nicht minder beeindruckend auch die Leistungen in den Kategorien Wilde Familie, Kleiner und Großer Wilder. Hier waren zu den Kanufahrten noch zusätzliche Lauf- und Radstrecken zu absolvieren. Und diesen Triathlon der besonderen Art bewältigten die meisten sogar noch mit einem Lächeln.

Währenddessen herrschte am Start bei den alten Marinehallen ausgelassenes Treiben. Jedes Boot wurde per Starthymne von Catherina Zeiscke, Dennis Kahl und René Marcel Hamann auf die Strecke geschickt. Hunderte Zuschauer wollten sich das nicht entgehen lassen. Die Folge: Bis zum Nachmittag waren sämtliche Vorräte an Essen und Trinken verbraucht. „Unglaublich“, staunte Kay Behrens, „aber es war die Mühe wert. Ich bin richtig zufrieden. Unser Dank geht an die vielen Helfer, an das DLRG Glückstadt, die Feuerwehren Herzhorn und Engelbrechtsche Wildnis, das Rote Kreuz; besonders an die Glückstädter Werkstätten für die Shuttle-Busse, an die Sparkasse Westholstein und alle, die ich hier gar nicht nennen kann.“

In der Siegerehrung betonte Rainer Glöckner noch einmal das Motto des Wildnis-Cups: Spaß und Ehrgeiz. Rustikale Sieger-Pokale entsprachen genau dem Motto. Bürgermeisterin Maren Nagel überreichte sogar jedem letztplatzierten Team noch einen Essens-Gutschein und lud den Vorstand des Wildnis-Clubs zum Essen in das „Poppenhuus“ ein. Und nach dem Cup ist vor dem nächsten Event: Im Herbst heißt es schon wieder „Rhin in Flammen“.

Die Ergebnisse des achten Wildnis-Cups: Wilde Familie: 1. Jens Dose, Frauke Prien, Wilm Prien 43:31; 2. Jan Marten, Steffen und Birte Kohnagel 45:07; 3. Alfred Lorentzen-Schmidt, Falk und Hans Lorentzen 45:10.

Kleiner Wilder, Damen: 1. Claudia Carstens, Kathrin Fitz-Bruhnsen 47:41; 2. Simone Diekert, Karen Möller, Gabi Affelt 47:55; 3. Petra Teetzen, Sarah und Sabine Schnöwez 49:54

Kleiner Wilder, Herren: 1. Tjark Lorentzen, Frederik Looft, Tjark Andermann 41:22; 2. Jens und Fynn Pieper, Nico Bielefeldt 42:20; 3. Oliver Puls, Marvin Trampenau 42:58

Kleiner Wilder, Mixed: 1. Kai Hauschildt, Anna Johannsen, Martin Richter 44:36; 2. Bente Teetzen, Paul Benitt 45:50; 3. Georg Gosemann, Henrike Gosemann, Dörte Steenfatt 47.01

Großer Wilder, Damen: 1. Svenja Meyer, Sybille Lamke 53;56; 2. Regina Seifert, Kerstin Wittek 54:22; 3. Ann Kathrin Lembke, Christin Betzhold 58:50

Großer Wilder, Herren: 1. Martin Karstens, Uwe Fleischer 1:01:17; 2. Matthias Körner, Lukas Olde 1:07:58, 3. Stephan Letje, Stefan Labuj 1:11:11

Großer Wilder, Mixed: 1. Carina Lipp, Mirko Köber 55:58; 2. Line Winkler, Leon Söngen 1:20:18; 3. Iris Apenburg, Hillrich-Meene Reeemts 1:29:14

Wildes Dorf: 1. Süderau 44:24; 2. Glückstadt 4 44:27; 3. Glückstadt 2 44:38

Die Wilden Alten: 1. Uhus 46:50; 2. Rhinteufel 47:18; 3. Fliegender Rhiner 49:09

Der Helferpokal ging an André und Florian Hauschild sowie an Rolf Klingbeil

Sonderpreise (Reisegutscheine im Wert von 100 Euro): Stephan Letje, Jörg Reimers, Kathrin Fitz-Bruhnsen, Mareike Struck

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