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Norddeutsche Rundschau

23. September 2017 | 09:23 Uhr

MUSICALS : 40 Songs in 150 Minuten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die „Musical Night in Concert“ gastiert im ausverkauften theater itzehoe mit bekannten Melodien und zahlreichen Hits.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Das theater itzehoe an einem Abend mitten in der Woche: restlos ausverkauft. Denn die Zuschauer konnten Musical-Stars mit ihren Hits live und im Original erleben. Trotz der qualitativ hochwertigen Darbietungen kam der Auftritt aber nicht über ein Sammelsurium ohne innere Stringenz hinaus.

Die „Musical Night in Concert“ präsentierte zweieinhalb Stunden lang eine Aneinanderreihung live arrangierter Musik und Choreografie durch nur einige wenige Sänger und Musiker, die beim Umziehen und den immer neu aufeinander folgenden Titeln Schwerstarbeit leisteten. Dargeboten wurde dies von der „Set Musical Company“, einem internationalen Ensemble, das seit März 1993 mit bereits um die 100 Shows auf Tour und damit eines der ersten war, die diese Art von Entertainment bietet.

Vor dem Bühnenbild einer amerikanischen Großstadtkulisse, in die die bekanntesten Aufführungen eingefügt waren, arbeiteten sich die Sänger gemeinsam mit der Band durch zahlreiche Musicals, die in den vergangenen Jahren Erfolge hatten. Sie boten nicht weniger als 40 Songs aus 23 Musicals auf und setzten bekannte Melodien und zahlreiche Hits mit guten Stimmen um.

Unter der Regie der Hauptdarstellerin aus der Hamburger Erfolgsproduktion „Das Phantom der Oper“, Musical-Star Colby Thomas aus New York, schlugen die Sänger einen weiten Bogen durch mehrere Jahrzehnte, moderiert von Axel Törber, der in der Band auch das Schlagzeug spielte. Von Klassikern wie „West Side Story“, „Kiss Me Kate“ und der „Rocky Horror Show“ über „Dirty Dancing“, „Das Phantom der Oper“ und „Jekyll & Hyde“ bis hin zu modernen Inszenierungen wie dem „König der Löwen“, „Mamma Mia“ und „Hinterm Horizont“ bekamen die Zuschauer die bekanntesten Songs geboten.

Axel Törber war von Theater und Publikum angetan: „Sie gehen gut mit und haben Spaß an der Aufführung.“ Und auch den Zuschauern gefiel die Show, wie am Applaus abzulesen war. So sagte Carmen Witt aus Itzehoe, die mit einigen Freunden da war: „Am besten gefallen mir die bekannten Musicals wie ‚Sister Act‘ oder ‚Dirty Dancing‘. Die restlichen werden aber auch gut umgesetzt.“

So war der Zuschauer hin und her gerissen zwischen dem Anerkennen der einwandfreien künstlerischen Leistung und der Beliebigkeit des gebotenen Ablaufs, in den man sich ohne die inhaltliche Einordnung der einzelnen Songs nicht hineindenken konnte. Richtig Fahrt nahm die Show so auch erst zum Schluss auf, als die Sänger in Medleys mit Udo-Lindenberg-, Queen-, Abba- und Udo-Jürgens-Songs ein wenig Pop- und Rockgeschichte Revue passieren ließen.

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