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Maifeuer : 3500 Besucher feiern in den Wonnemonat

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Feuerwehr als Veranstalter zufrieden: Keine besonderen Vorkommnisse – äußerst friedlichen Veranstaltung.

Mit einer großen Party sind Menschen aus Glückstadt und der Umgebung vorgestern Abend in den Wonnemonat Mai gestartet. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr haben zwischen 18 und 1 Uhr in der Nacht rund 3500 Gäste das traditionelle Maifeuer besucht. Dabei wirkte sich die baustellenbedingte Verlegung der Veranstaltung von der Docke zum Multifunktionsplatz nicht auf die gewohnte gute Stimmung aus. „Ehrlich gesagt hat uns und den meisten Besuchern der Multiplatz sogar besser gefallen“, erklärte Wehrführer Ties Tießen. Der Wind stand günstig, so dass kaum jemand durch Qualm belästigt wurden. Wegen der etwas lauteren Partystimmung bis weit nach Mitternacht hatte die Feuerwehr übrigens die unmittelbar betroffenen Bewohner Glückstadt-Butendieks im Rahmen der „guten Nachbarschaft“ schriftlich bei freiem Eintritt zur Veranstaltung eingeladen.

Zu besonderen Vorkommnissen ist es nicht gekommen. Sowohl die eingesetzten Ordner der Feuerwehr, als auch die mit sechs Beamten der Polizei sprechen von einer äußerst friedlichen Veranstaltung. Es habe weder Schlägereien noch hilflose Personen gegeben. Lediglich ein junger Mann wurde von den Beamten wegen seines Kommentars „Scheiß-Bullen“ angezeigt. Ohne Folgen blieb auch ein überhaupt nicht lustiger Zwischenfall. Unbekannte hatten Böller und Raketen im Scheiterhaufen deponiert. Kurz nachdem Wilko Westphal von der Feuerwehr das Maifeuer in Brand gesteckt hatte, explodierte das Feuerwerk – zum Glück nicht in Richtung des Publikums. Eine Besucherin erlitt später abends einen „Tanzunfall“ und musste mit einer schmerzhaften Fußverletzung vorsorglich ins Krankenhaus gefahren werden.

Seit dem Vormittag hatten die Ehrenamtler ihre Veranstaltung vorbereitet, eine Bühne errichtet und das Areal durch einen Bauzaun eingefriedet. Grund dafür war, dass – wie bereits im vergangenen Jahr – ab 20 Uhr zwei Euro Eintritt zur Refinanzierung von Kosten für die beiden Live-Bands Private Imitate und Palin erhoben werden sollten. Nachdem bereits eine Stunde vorher Hunderte Gäste den Multiplatz bevölkerten, baten Feuerwehrleute bereits eine halbe Stunde vorher um den Obolus. Dieser wurde auch anstandslos bezahlt.

Kritische Stimmen gab es zu Veranstaltungsbeginn, weil kommerziellen Händler offenbar nicht ausreichend Grillwurst hatten. Einige empfanden 2,50 Euro für 0,3 Liter Bier an den Getränkeständen der Feuerwehr nicht gerade als besonders günstig. „Der finanzielle Aufwand ist immens und wir treten jedes Jahr mit mehreren tausend Euro in Vorleistung“, rechtfertigte Tießen Eintritt und Bierpreise. Außerdem würden mit den Einnahmen der Kameradschaftsabend und die 140-Jahr-Feier der Feuerwehr im September finanziert.

Die Mehrheit aber hatte einfach nur viel Spaß. Man traf sich mit Freunden, Nachbarn oder Kollegen zum Klönen und freute sich über die bewährt gute musikalische Stimmung. Andere wiederum waren nur wegen des Platzkonzerts des Glückstädter Spielmannszugs gekommen oder warteten auf das prasselnde wärmende Feuer. Kinder amüsierten sich schließlich auf dem ins Veranstaltungsgeschehen integrierten kleinen Jahrmarkt, wobei sich die Pustefix-Seifenblasen-Pistole als Verkaufsrenner mit hohem Spaßfaktor herausstellten.

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