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Stadtentwässerung Glückstadt : 34 Millionen Euro für das Kanalnetz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Christine Mesek ist die neue Verbandsvorsteherin der Stadtentwässerung und übernimmt das Amt von Lutz Altenwerth.

von
erstellt am 05.Aug.2015 | 05:00 Uhr

Christine Mesek ist neue Verbandsvorsteherin der Stadtentwässerung Glückstadt (SEG). Sie wurde einstimmig auf der jüngsten Versammlung des Zweckverbandes in das Ehrenamt gewählt. Vorsitzender Dr. Manfred Lück begrüßte die 44-jährige Bauingenieurin mit einem bunten Blumenstrauß.

„Auf die neuen Herausforderungen in Glückstadt freue ich mich. In den kommenden Jahren steht weiterhin die umfangreiche Sanierung des Schmutz- und Regenwassernetzes auf dem Programm“, so Christine Mesek. Bereits seit April ist sie als Vorstand des AZV Südholstein mit Sitz in Hetlingen für die Verwaltung und Betriebsführung tätig und somit auch für die SEG zuständig.

Blumen gab es auch für ihren Vorgänger Lutz Altenwerth. Er gab seinen Posten als Verbandsvorsteher der SEG nach elf Jahren ab und ist in den Ruhestand gegangen. Für ihn gab es zwei Rosenstöcke, die er gerührt von seinen bisherigen Mitarbeiterinnen Heike Weißmann und Andrea Stegmann entgegen nahm. „Es hat Spaß gemacht“, sagte Altenwerth. „Es war eine schöne Zeit.“ Und Dr. Lück dankte: „Es war eine Freunde mit Ihnen zusammenzuarbeiten.“

Dabei hatte es Lutz Altenwerth am Anfang nicht einfach in Glückstadt, als er die Kläranlage übernahm. 2003 wurde der Zweckverband Stadtentwässerung Glückstadt gegründet. Altenwerth musste sich aufgebrachten Bürgern stellen, weil er damals neben der üblichen Gebühr auch eine Grundgebühr einführte. Positiv wurde von Anfang an bewertet, dass gleich mit der Sanierung des maroden Kanalnetzes begonnen wurde. Trotzdem gab es immer wieder Probleme, unter anderem durch die lange Sperrung des Neuendeiches. Bürger mussten über Wochen weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen.

Altenwerth sagte gegenüber unserer Zeitung: „Nach wie vor bin ich davon begeistert, wie die Stadt, die Stadtwerke und der AZV von Anfang an vertrauensvoll und effizient zusammengearbeitet haben. Dies hat den Glückstädtern viel Geld gespart und eine gute Infrastruktur beschert. Die SEG ist gut aufgestellt, so dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden kann.“

In seinem Abschlussbericht teilte er mit: Erstmals gab es mit 38 000 Euro einen leichten Verlust in der Sparte Niederschlagswasser: „Die Sanierungen im Regenwassernetz haben im vergangenen Jahr höhere Kosten verursacht als geplant“, so Altenwerth. Hinzu komme, dass die Gebührenrückstellungen in diesem Bereich aufgebraucht seien. Das sei auch der Grund gewesen, warum die Bürger seit Jahresanfang in diesem Bereich jetzt 64 Cent pro Quadratmeter zahlen müssen, im vergangenen Jahr waren es noch 49 Cent. Die Gebühren für Abwasser bleiben mit 2,70 Euro pro Kubikmeter konstant.

In diesem Jahr sollen rund 3,5 Millionen Euro investiert werden. Für 3,4 Millionen wird davon das Kanalnetz saniert. Bis 2028 soll das gesamte Schmutz- und Regenwassernetz für dann insgesamt 34 Millionen Euro saniert werden.

Wichtigste Baustelle ist zurzeit der Janssenweg. Zu diesem erklärte Heike Weißmann: „Wir hatten Probleme mit der Bahn. Wir haben eineinhalb Jahre auf die Erlaubnis gewartet, das Schutzrohr unter die Strecke zu verlegen.“ Für das kommende Jahr ist als nächste große Maßnahme die Sanierung des Kanalnetzes am Kommandantengraben geplant.

Zum Klärwerk gab es große Neuigkeiten: Mit rund 900 000 Kubikmetern gereinigten Wassers lag die Wassermenge 2014 im Mittel der vergangenen Jahre. Über 95 Prozent des Stickstoffs und nahezu 100 Prozent des im Abwasser enthaltenen Phosphors konnten im Klärwerk abgebaut werden. Diskutiert wird der Bau einer vierten Reinigungsstufe.

Probleme, so Heike Weißmann gab es Weihnachten. „Der Regen war eine echte Überraschung. Wir waren dicht vor einer Katastrophe“, sagte sie zu den großen Wassermengen. Auch im Mai wurde das Klärwerk noch einmal überrascht: Es hatte 7800 Kubikmeter Wasser zu verkraften.

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