Fortuna-Bad : 260 900 Meter in 24 Stunden

 Gelungener Badedress: Torben Preuß startete für das Team des Lady Aktiv Studio.
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Gelungener Badedress: Torben Preuß startete für das Team des Lady Aktiv Studio.

24-Stunden-Schwimmen Fortuna-Bad wieder ein großer Erfolg / Erlös geht an den Diakonie-Treff in Glückstadt-Nord

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14. Juli 2014, 11:45 Uhr

In 24 Stunden sind die Teilnehmer 260 900 Meter beim 24-Stunden-Schwimmen im Fortuna-Bad geschwommen. Mit elf Starts und insgesamt 15 200 Meter lag Michael Reuter vom Team Edeka-Frauen klar vorn, gefolgt von Gerd Carstens mit 11 400 Meter und fünf Starts und Niklas Ketels mit 7150 Meter und ebenfalls fünf Starts. Aber auch die Schwimmer mit nur einem oder zwei Starts haben ihren Teil zum Gelingen des Events beigetragen. Ihnen allen dankte Schwimmmeister Rüdiger Kallies bei der Verkündung des Ergebnisses gestern Morgen.

Beim diesjährigen 24-Stunden-Schwimmen – es war das zehnte – gab es ein großes Rahmenprogramm mit viel Musik, gut gelaunte Menschen und motivierte Schwimmern. Und das alles für einen guten Zweck. „Der Gewinner ist in diesem Jahr der Diakonie-Treff in Glückstadt-Nord“, verkündete Organisator Rüdiger Kallies. Stand am Sonntagmorgen um 7 Uhr war 1411,10 Euro. Die Summe wird sich noch erhöhen, denn es sind noch nicht eingerechnet die Spendengelder des Lady-Aktiv-Studio und die Erlöse der Tombola. Kallies dankte den vielen Helfer – unter anderem von der DLRG, dem Förderverein Fortuna-Bad sowie des DRK. Beteiligt am Rahmenprogramm waren neben der DLRG, die wie gewohnt für die Verpflegung sorgte, der Shanty-Chor De Molenkieker, der Glückstädter Spielmannszug, die BKK S-H mit alkoholfreien Cocktails und Obstbechern und Edeka-Frauen mit einem Knobelstand. Für die Tombola mit 350 Preisen zeichnete in diesem Jahr der Förderverein Fortuna-Bad verantwortlich. Die Vereinsmitglieder zählten ebenfalls unermüdlich die Kilometer der Schwimmer.

Ein Höhepunkt war „Bademeister Schaluppke“ mit seinem Programm „Zehn Jahre unterm Zehner“. Das passte hervorragend zum zehnjährigen Bestehen des 24-Stunden-Schwimmens. Rudi Schaluppke plauderte freimütig über seinen Job im Kölner Sport-, Spiel- und Spaßbad: „Man ist ja als Bademeister nicht nur Lebensretter, sondern quasi Mädchen für alles: Kindertröster, Animateur und sogar Stilberater.“ Zielsicher fand er auch die Bademodesünder: vier Jugendliche in bunten Badeshorts. „Was habt ihr denn drunter?“, fragte er. Und auf die Antwort: „Boxershorts“ meinte er: „Jungs, das ist Unterwäsche, das gehört nicht ins Schwimmbad.“ Auch Oma Krause müsse er in seinem heimischen Schwimmbad hin und wieder modetechnisch beraten, wenn diese mit knappem Leopardentanga in seinem Bad die Bahnen schwamm: „Uii, Oma Krause, das macht zumindest einen schlanken Fuß.“ Das Publikum ging begeistert mit und ließ sich gern ins Programm einbeziehen. Für Schaluppkes Wegbeschreibung zum Kölner Zollstockbad wurden sie zum Kölner Dom und einigen weiteren Wegweisern in Richtung Bad. Auch bei den Rockeinlage machten sie mit. Die Stimmung war so heiß wie das Wetter. Noch am nächsten Morgen erinnerte sich Schwimmmeister Rüdiger Kallies gern an den Auftritt: „Wie heißt das: Schalupp-ke“, scherzte er noch zum Ausklang des 24-Stunden-Schwimmens mit einem kessen Hüftschwung.

Auch Kallies selbst erhielt viel Dank. Zehn Jahre 24-Stunden-Schwimmen im Glückstädter Fortuna-Bad. Zehn Jahre in denen unzählige Schwimmer und Sponsoren, Helfer und Zuschauer stets dafür gesorgt hatten, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wird und der Erlös vielen Institutionen zugute gekommen ist. Das heißt viele stunden für Dauerorganisator Rüdiger Kallies.

Heike Hoppe von der DLRG und Schwimmer Michael Reuter hatten „geheim“ Geld gesammelt. Von dem zahlreichen Spenden wurden vor dem Auftritt von Bademeister Schaluppke zwei T-Shirts „Master of 24 Stunden Staffelschwimmen“ und ein gut gefülltes Sparschwein an den überraschten Schwimmmeister übergeben. „Er hat von unserer Aktion nichts bemerkt“, freute sich Heike Hoppe. „Mit dem Inhalt des Sparschweins kann sich Rüdiger einen Wunsch erfüllen, vielleicht ein Kurzurlaub mit seiner Familie“, so Michael Reuter.

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