Kommunalwahl 2019 : 256 Bewerber für 45 Sitze

Knapp110  000 Steinburger Bürger sind am 6. Mai aufgerufen, ihre Stimmzettel in die Wahlurnen zu werfen.
Knapp110 000 Steinburger Bürger sind am 6. Mai aufgerufen, ihre Stimmzettel in die Wahlurnen zu werfen.

Itzehoe: Wahlausschuss lässt alle Kandidaten zur Kreistagswahl zu. AfD und Frauen für Steinburg treten erstmals an.

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17. März 2018, 08:02 Uhr

256 Frauen und Männer aus zehn verschiedenen Parteien und Wählervereinigungen bewerben sich bei der Kommunalwahl für einen Sitz im Steinburger Kreistag – und alle sind gestern Morgen vom Wahlausschuss zugelassen worden. Erstmals kandidieren die Alternative für Deutschland (AfD) und die Frauen für Steinburg (FfS), die bisher im Kreistag noch vertretene Piratenpartei tritt hingegen nicht wieder an. Darüber hinaus bewerben sich mit ihren Kandidaten CDU, SPD, Grüne, FDP, Bürgerliste Steinburg, Wählerinitiative Steinburg, Freie Wähler und Linke. Mit Gerhard Blasberg und dem jetzigen Piratensprecher Siegfried Hansen (beide Glückstadt) bewerben sich außerdem zwei Einzelkandidaten. Neun der zehn Gruppierungen haben für alle 23 Wahlkreise Direktkandidaten nominiert, lediglich die neue Frauen-Wählervereinigung stellt nur in zehn Bezirken Bewerber auf.

Die Arbeit des Wahlausschusses endete bereits nach gut einer Stunde. Die stellvertretende Wahlleiterin Sigrid Westphalen und ihr Team hatten im Vorwege alle Unterlagen vorgeprüft und Unklarheiten mit den Parteien und Wählervereinigungen ausgeräumt. „Ein Wahlvorschlag darf dabei nur zurückgewiesen werden, wenn er nicht der Wahlordnung entspricht, nicht aus inhaltlichen Gründen“, betonte Kreiswahlleiter und Landrat Torsten Wendt. Und da die Gruppierungen alle Formalitäten einhielten und die notwendigen Unterlagen abgegeben hatten, dürfen alle gemeldeten Kandidaten auch antreten.

Als Kandidat für die Kommunalwahl konnten auch Bürger aus Ländern der europäischen Union aufgestellt werden. Davon machte nur die AfD Gebrauch, die mit dem Hohenlockstedter Alex Baldassar einen Italiener im Wahlkreis 20 (Kiebitzreihe, Altenmoor, Kollmar, Neuendorf bei Elmshorn, Sommerland) als Direktkandidaten meldete.

Während die Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein müssen, darf bereits ab 16 Jahren gewählt werden. Wahlberechtigt sind auch alle EU-Bürger. Ebenso wie Deutsche müssen sie jedoch seit zwei Monaten ihren Wohnsitz im Kreis haben. Insgesamt können am 6. Mai knapp 110 000 Steinburger ihre Stimme abgeben. Bei der vergangenen Wahl 2013 machten jedoch nur gut 50 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Dabei holte die CDU mit 40 Prozent die meisten Stimmen, das reichte im 45-köpfigen Kreistag für 18 Mandate. Gut 28 Prozent bekamen die Sozialdemokraten. 13 Sitze standen der Partei damit zwar zu, doch die beiden gewählten SPD-Vertreterinnen Ilona Adamski und Susann Laatz schlossen sich kurz nach der Wahl den Piraten (2,71 Prozent) an, die damit auf drei Sitze kamen. Bei der jetzigen Wahl treten Adamski und Laatz für die neue Gruppierung Frauen für Steinburg an. Die weiteren Ergebnisse 2013: Grüne 11,35 Prozent (5 Sitze), FDP 5,57 Prozent (3), Linke 1,97 Prozent (1), Freie Wähler 2,63 Prozent (1), Bürgerliste 5,54 (2), WiSt 2,37 Prozent (1).

Torsten Wendt bedankte sich bei allen Bewerbern für ihre Kandidatur. „Eine Demokratie lebt vom Mitmachen, sonst funktioniert nichts.“

Alle Namen der Kandidaten stehen demnächst auf der Homepage des Kreis Steinburger unter www.steinburg.de

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