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Kräfte bündeln : 25 Jahre Dithmarschen Tourismus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fremdenverkehr mit 180 Millionen Euro wichtiger Wirtschaftsfaktor. Erstmals Zusammenarbeit mit Steinburg.

Von der Karteikarte zur Internetpräsentation: Vor 25 Jahren startete Dithmarschen Tourismus mit einfachsten Mitteln. Die Entwicklungen waren rasant. Nicht nur der technische Fortschritt, die gesamte Vermarktung der Region hat sich verändert. Vor einem Vierteljahrhundert hat in Dithmarschen jeder Ort für sich alleine um Touristen geworben. Kooperation galt damals noch als Fremdwort. Kräfte zu bündeln, war die erste Aufgabe von Geschäftsführer Christian Mende – Mann der ersten Stunde von Dithmarschen Tourismus. Bis heute versucht er, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen und die Region weiter zu entwickeln. Eine Aufgabe, die nicht nur viel Fingerspitzengefühl, sondern auch eine große Frust-Toleranz voraussetzt. Aber: „Nur wenn es uns gelingt, so wichtige Themen wie Qualität, Service und Infrastruktur abgestimmt und gleichlaufend voranzubringen, haben wir eine Chance, auf dem immer heißer umkämpften touristischen Markt“, betont Landrat Dr. Jörn Klimant.

Einiges wurde in 25 Jahren auf den Weg gebracht. Die Tourismusorte sind enger zusammengerückt, die Vermarktung erfolgt gemeinsam über das Internet, Projekte wie ein von der EU mitfinanziertes Radwegenetz wurden realisiert. Auch der Kreis hat dafür tief in die Tasche gegriffen. Ein halbe Million Euro Sondermittel steckte die Verwaltung in den vergangenen 25 Jahren in die Organisation. „Der Tourismus ist in Dithmarschen mit einem Umsatz von 180 Millionen Euro ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, betont Klimant. Sich untereinander abzustimmen, sei damals eine neue Qualität gewesen. Kräftebündelung lautete das Stichwort, das eine zentrale Herausforderung war. „Wir haben uns einen Quantensprung nach vorne entwickelt. Dithmarschen Tourismus ist eine Erfolgsgeschichte“, so Klimant überzeugt.

Für Mende gibt es immer noch viel zu tun. Die Möglichkeiten der Vermarktung der Unterkünfte und der gesamten Region müssen weiter ausgebaut werden. Gerade wurde die Internetseite für mobile Endgeräte wie Smart Phones angepasst. Allein 10000 Zugriffe gab es im ersten Monat. Ansonsten sind es rund 400000 jährlich. Tendenz steigend. „75 Prozent des Umsatzes wird online gemacht“, erklärt Mende. 34 Prozent waren es erst vor drei Jahren. Aus Sicht des Geschäftsführers auch eine Chance, mit Klima, Luft und Natur neue Zielgruppen zu gewinnen. Nachhaltigkeit, so betont Mende, spielt eine immer größere Rolle. Rund zehn Prozent der Urlauber buchen bereits unter ökologischen Aspekten. Windenergie, die laut einer Umfrage bei den Touristen positiv aufgenommen wird, soll ihnen näher gebracht werden. Auch Elektromobilität muss aus Sicht von Mende vermarktet werden. Pedelecs gehören längst dazu. Elektroautos als Mietwagen den Touristen anzubieten, ist der nächste Schritt. Dafür müssen jedoch Strom-Ladesäulen zur Verfügung stehen. Bei dem Thema will Mende nicht nur mit Nordfriesland, sondern erstmals auch mit Steinburg zusammenarbeiten. Infrastruktur ist insgesamt ein großes Thema, für das Mende zurzeit mit der Fachhochschule Westküste in Heide (FHW) einen Masterplan erstellt.

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