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Ehrenamtmesse : 25 Jahre Beratung für das Leben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pro Vita hilft Frauen, die ungewollt schwanger werden. Verein stellt sich auf der Ehrenamtsmesse am Sonnabend vor

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Mit Blick auf die große Ehrenamtmesse am 1. März in Itzehoe stellen wir einige ehrenamtlich aktive Gruppen vor. Heute: Pro Vita.

Seit rund 25 Jahren berät der Verein Pro Vita Itzehoe Frauen, die ungewollt schwanger sind. Ziel war von Anfang an, Alternativen zu einer Abtreibung aufzuzeigen. „Wir wollen den Frauen helfen, in sich hinein zu horchen und Lösungen zu finden, die sie anfangs oft nicht sehen können“, erläutert Almut Lindgen die Vorgehensweise des Teams. Häufig gelinge es, zunächst verzweifelten Schwangeren den Blick zu weiten, damit diese Hilfe und Unterstützung im eigenen Umfeld wahrnehmen könnten: „Meist entdecken sie dann tief in sich selbst das Gefühl, dass es eigentlich schön wäre, das Kind zu bekommen.“

Sei dieser Punkt in den ersten Wochen einer Schwangerschaft erreicht, gebe es noch viel Zeit, um praktische Lösungen zu finden. Im Lauf der Jahrzehnte hat Almut Lindgen, die auch als psychologische Beraterin in eigener Praxis tätig ist, klare Veränderungen festgestellt: „Wir führen heute sehr viel weniger Beratungsgespräche als früher, da viele Frauen sich in ihrer Not anonym an Internetforen wenden.“ Darauf stelle sich auch Pro Vita ein und suche neue Wege, um Zugang zu den Frauen in Not zu bekommen. Dabei hilft dem ehrenamtlich engagierten Team ein Netzwerk ähnlich arbeitender Beratungsgruppen. Zum Beispiel, um über überregionale Internet- und Telefonkontakte ein persönliche Begleitung in Wohnortnähe zu vermitteln. Doch auch der Blickwinkel der Berater habe sich über die Zeit verschoben, stellt Almut Lindgen heraus: „Ging es uns am Anfang in erster Linie darum, das Leben der ungeborenen Kinder zu schützen, ist im Laufe der Arbeit die Frau selbst in den Mittelpunkt gerückt. Viele leiden seelisch unter den Folgen einer Abtreibung und wünschten, den Schritt rückgängig machen zu können.“ Daher seien auch Hilfsangebote nach einem Schwangerschaftsabbruch wichtig – für Frauen und für Männer. Pro Vita Itzehoe wird am kommenden Sonnabend auf der Ehrenamtsmesse vertreten sein.

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