zur Navigation springen

Entsorgungswirtschaft : 2015: Müllgebühren bleiben stabil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verwaltung und Politik im Kreis Steinburg ziehen für 2014 positive Abfallbilanz. Woche der Europäischen Abfallvermeidung ist angelaufen.

Die gute Nachricht zum Jahresende kommt für alle Haushalte ein weiteres Mal aus dem Kreishaus: „Schon im vierten Jahr in Folge bleiben die Müllgebühren stabil“, kündigt Anja Martens, Leiterin der Abteilung Abfallwirtschaft, an. „Es war immer unser oberstes Ziel, die Gebühren konstant zu halten. Und das haben wir geschafft“, freut sich auch Umweltausschussvorsitzender Dr. Jürgen Ruge (Grüne) über eine offenbar gelungene Kalkulation. Besser noch: Wohl auch im Jahr 2016 wird es bei den Kosten für die Abfallentsorgung keine großen Veränderungen geben. Zu verdanken, so betonen die beiden Sprecher gemeinsam mit der Chefin des Kreisumweltamtes, Ines Wittmüß, sei dies vor allem guten Ausschreibungsergebnissen. Im Landes- und bundesweiten Vergleich liegen die Steinburger Müllgebühren damit auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

In den nächsten Wochen bekommen alle Haushalte wieder die neueste Ausgabe von „Abfall-aktuell“. Darin stehen wieder nützliche Tipps und die bevorstehenden Veränderungen. Alle Abfuhrtermine gibt es dann wieder gemeinsam mit den Gebührenbescheiden. Bei Bedarf sind sie auch online abrufbar.

Größte Herausforderung in diesem Jahr sei die endgültige Umstellung beim Einzug der Müllgebühren gewesen. Laut Ines Wittmüß nehmen inzwischen rund 80 Prozent aller Gebührenzahler am SEPA-Verfahren teil. Damit sei die alte Quote bei den Einzugsermächtigungen weiter in etwa erreicht worden.

Weitere Veränderungen in der Abfallentsorgung wird es, zumindest im nächsten Jahr, nicht geben. Allerdings kündigt das Umweltamt für 2015 eine Initiative an, um die Verbreitung der Biotonne zu forcieren. Eine Zwangsausstattung, wie im Nachbarkreis Rendsburg-Eckernförde diskutiert, soll es aber nicht geben. „Das wäre auch lebensfremd“, meint Ines Wittmüß. Allerdings gebe es in der Abfallsatzung des Kreises auch schon jetzt eine Andienungspflicht von Bioabfällen für alle Steinburger Haushalte. Befreien lassen könne man sich nur dann, wenn man eine eigene Kompostierung nachweise. Für das nächste Jahr will der Kreis nun eine Aufklärungskampagne in Sachen Biomüll, der ab 2016 ohnehin nur noch energetisch verwertet werden darf und somit aus dem Hausmüll raus muss, starten.

Die beste Abfallentsorgung ist allerdings noch immer die Abfallvermeidung. Seit vergangenen Sonnabend läuft die Europäische Woche zur Abfallvermeidung. Sie soll dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen im Umgang mit ihren Abfällen zu schärfen. Mehr als 500 Kilogramm Müll produziert jeder Deutsche pro Jahr. Um der Müllflut Herr zu werden, müssen Abfälle mühsam getrennt und aufwendig recycelt werden. Das senkt jedoch nicht die Pro-Kopf-Müllproduktion in Deutschland. „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, erklärt Norbert Lang, Abfallberater des Kreises Steinburg. „Deshalb wurde der Vorrang der Abfallvermeidung auch gesetzlich verankert.“

Abfallvermeidung bedeute zunächst über die eigenen Kaufgewohnheiten nachzudenken, über notwendige, weniger notwendige oder total überflüssige Produkte und Kaufwünsche. Auch der Umgang mit Gebrauchsgegenständen wirke sich auf das Abfallaufkommen aus. Die regelmäßige Pflege und Reparatur oder auch die Weitergabe von gebrauchten Gegenständen verlängern zum Beispiel die Lebensdauer von Konsumgütern. Dadurch würden Ressourcen geschont und Abfälle vermieden.

Während der 5. Europäischen Woche zur Abfallvermeidung sind in ganz Deutschland zahlreiche Aktionen geplant, mit dem Ziel, das Abfallaufkommen zu reduzieren. Als Denkanstoß und zum Ausprobieren erscheint in dieser Woche jeden Tag ein Abfallvermeidungstipp unter www.steinburg.de. „Wir werden damit das Konsumverhalten unserer Gesellschaft nicht grundlegend ändern, aber wir regen zum Nachdenken an“, ist der Abfallberater zuversichtlich.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 17:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen