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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 21:08 Uhr

Ausblick : 2014 – Jahr der Entscheidungen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Aussage zur Reaktivierung der Bahnstrecke und Zustimmung zum hauptamtlichen Bürgermeister stehen in kellinghusen an.

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 17:00 Uhr

2014 könnte als ein historisches Jahr in die Kellinghusener Geschichte eingehen – zwei wichtige Entscheidungen stehen an. Zum einen könnte es wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister geben, und zum anderen wartet die Störstadt auf grünes Licht aus Kiel für die Bahnstrecke Kellinghusen-Altona.

„Wir warten gespannt auf die Entscheidung“, sagt Bürgermeister Axel Pietsch (BfH) im Gespräch über die Aktivitäten in der Störstadt in diesem Jahr. Ende Januar will die Landesregierung ihr Votum bekanntgeben. „Wenn die Entscheidung so ausfällt, wie sie auf einer Einwohnerversammlung einmal mitgeteilt wurde, dann bekommen wir in Kellinghusen eine gute Infrastruktur“, betont Pietsch. Dann müsse sich die Stadt Gedanken um den Bahnhofsvorplatz und die Anbindung zur Bushaltestelle machen.

Gedanken machen sich die Politiker bereits um die Wiedereinführung des Posten eines hauptamtlichen Bürgermeisters. Der Personal- und Finanzausschuss hat Ende November bereits mit breiter Mehrheit seine Zustimmung signalisiert, zur nächsten Sitzung Anfang Februar soll die Verwaltung Kosten ermitteln und einen möglichen Zeitplan aufstellen. Wenn alles glatt läuft, könnten die Kellinghusener noch in diesem Jahr zur Wahlurne gerufen werden.

Das meiste Geld wird 2014 aber der weitere Umbau und die energetische Sanierung der Feuerwache verschlingen, erklärt Pietsch. 800 000 Euro sind dafür veranschlagt. „Ich hoffe, dass wir dieses Vorhaben gut abgestimmt hinbekommen.“ Aufgrund eines Formfehlers im Haushalt hatte sich die Sanierung der Feuerwache im vergangenen Jahr verzögert.

Geld nimmt die Stadt auch für den Ausbau der Otto-Ralfs-Straße in die Hand. „Wenn die Planung steht, werden wir die Anlieger zu einer Anwohnerversammlung einladen“, verspricht der Bürgermeister. Geld soll auch in die Unterhaltung von einigen Straßen und Gehwegen gesteckt werden, dort sei die Stadt in den vergangenen Jahren nicht tätig gewesen, bedauert Pietsch. Als Beispiel nennt er den unteren Teil der Lehmbergstraße. Über 100 000 Euro werden in diesem Jahr auch am Hafen verbaut, er soll attraktiver werden. Finanzielle Unterstützung gibt es für dieses Projekt von der Aktivregion Holsteiner Auenland.

Voran geht es nach den Worten von Pietsch beim Konversionsvorhaben auf dem ehemaligen Kasernengelände, wo eine Klinik für Privatpatienten entstehen soll. „Wir stecken mittendrin im B-Plan-Verfahren, sind hier schon fast auf der Zielgraden.“ Zurzeit würden die Bedenken und Hinweise, die eingegangen seien, abgearbeitet. Dies gelte auch für das Baugebiet Wohlerskoppel, das ein privater Investor erschließen will. Im April könne dort voraussichtlich der Satzungsbeschluss gefasst werden.

Darüber hinaus müssen und wollen die Stadtpolitiker in diesem Jahr neue Projekte anstoßen und alte weiterführen. So endet Ende 2014 die Förderung für das Kellinghusener Mehrgenerationenhaus. „Wenn wir die Einrichtung fortführen wollen, müssen wir Geld in die Hand nehmen“, so Pietsch. Auch über die Nutzung des Rathauses müsse man sich Gedanken machen. Denn mit Fertigstellung der gemeinsamen Amtsverwaltung auf dem Gelände des ehemaligen Rewe-Markts zieht die Verwaltung komplett aus, auch der Bürgermeister wird im neuen Amtshaus ein Büro erhalten.

Weiterhin soll Stadtmarketing-Prozess nach den Worten von Pietsch wieder aufgenommen werden, mit der neuen Leiterin Jenni Knapp habe die Stadt jetzt eine Fachfrau auf diesem Gebiet. Bereits bei der nächsten Sitzung des Kultur- und Wirtschaftsausschusses steht das Thema auf der Tagesordnung. Schließlich regt Axel Pietsch an, sich bei der Aktivregion Holsteiner Auenland über die neuen Förderrichtlinien und mögliche Projekte zu informieren, denn dort steht eine neue Förderperiode an. „Wenn wir davon partizipieren wollen, müssen wir aufpassen, dass wir rechtzeitig am Ball sind.“ Der Bürgermeister hofft, dass die politischen Gremien bei all diesen Projekten und Planungen ebenso vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten wie 2013.

Neben den politischen Aktivitäten werde es 2014 auch von Seiten der Vereine und Verbände wieder ein umfangreiches Programm geben. „Ohne diese Vereine wäre es nur halb so schön in Kellinghusen“, dankt Pietsch den Ehrenamtlern für ihr Engagement.

 

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