Elmshorn : 20-Jähriger von Zug erfasst - tot

Tödliche Abkürzung: Kurz hinter dem Ende des Absperrgitters wollte der 20-Jährige vermutlich über die Gleise huschen. Foto: Schönstedt
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Tödliche Abkürzung: Kurz hinter dem Ende des Absperrgitters wollte der 20-Jährige vermutlich über die Gleise huschen. Foto: Schönstedt

Tod auf den Gleisen: Ein Elmshorner wollte offenbar eine Abkürzung nutzen. Da erfasste ihn ein Zug. Der Lokführer hatte davon nichts mitbekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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19. April 2011, 12:48 Uhr

Elmshorn | Schrecklicher Unfall: Ein 20-Jähriger ist Sonntagmorgen auf freier Strecke von einem Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Noch ist unklar, wie es zu dem Unglück kam. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. "Ob Alkohol im Spiel war, muss noch geklärt werden. Nach Suizid sieht es aber nicht aus", teilte Pressesprecherin Sandra Rüder lediglich mit.
Der Unfall ereignete sich gegen 3.50 Uhr. Kurz hinter dem Elmshorner Bahnhof wurde der junge Mann auf der Strecke nach Pinneberg von einer Regionalbahn erfasst. Er war sofort tot. Wie ein Sprecher der zuständigen Bundespolizeiinspektion Flensburg sagte, hätte der Lokführer selbst nichts Ungewöhnliches festgestellt. "Er hat nur einen dumpfen Schlag bemerkt und die Fahrt normal fortgesetzt", berichtete der Sprecher. Erst der Lokführer der nachfolgenden Regionalbahn alarmierte die Einsatzkräfte, weil er neben den Gleisen etwas Verdächtiges gesehen habe. Die Retter entdeckten schließlich die Leiche des Elmshorners und ließen die Strecke sperren. Nach dem Ende der Bergungsarbeiten und der Spurensicherung wurde der Bahnverkehr um kurz nach 5 Uhr wieder aufgenommen.
Der Tod des jungen Elmshorners ereignete sich an einer Stelle, die seit Jahren in der Diskussion ist. Vermutlich wollte der 20-Jährige wie viele andere auch, die gefährliche Abkürzung über die Gleise zwischen den Straßen Am Eiskeller und Holzweg nutzen. Dort befand sich früher ein beschrankter Bahnübergang, der vor Jahren zurückgebaut wurde. Zwar ist die Gefahrenstelle bereits durch Stahlzäune entschärft worden. Doch mittlerweile haben Leichtsinnige zwischen dem Ende des Zauns und dem Beginn einer hohen Hecke als Absperrung einen neuen Trampelpfad geschaffen.
(jfs, shz)

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