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Tante-Emma-Laden : 19-Jähriger gesteht Mord in Heide

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vor knapp einer Woche wurde ein 73-Jähriger in seinem Kaufmannsladen ermordet. Jetzt meldet die Polizei einen Ermittlungserfolg.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 11:45 Uhr

Heide | Ein 19-Jähriger hat den Mord an einem Heider Kaufmann gestanden. Das teilt die Polizei am Donnerstagmittag mit. Die Ermittler waren durch Zeugenaussagen auf den jungen Mann aufmerksam geworden.

„Nachdem die Überprüfung der vielen Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Tatverdächtigten geführt hatten, gelang es den Ermittlern der Mordkommission, diesen Anfangsverdacht durch die Aussage von Zeugen zu erhärten“, teilt die Polizei am Donnerstagmittag mit. Bei einer Durchsuchung wurden Beweismittel gefunden. Kurz darauf wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen wurde.

Da die Polizei den 19-Jährigen an den bekannten Anschriften in Heide nicht finden konnte, wurde er bundesweit zur Festnahme ausgeschrieben und schließlich in den frühen Abendstunden bei einer Routinekontrolle der Polizei in Rotenburg/Wümme (Niedersachsen) festgenommen. Er wurde noch in der Nacht nach Itzehoe überführt und dort durch die ermittelnden Beamten vernommen. Der 19-Jährige hat die Tat bereits gestanden und wird am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

In Heide hatten sich am vergangenen Freitag Szenen wie in einem Krimi abgespielt. Am helllichten Tag wurde in Dithmarschens Kreisstadt ein Mann im Frischwarenmarkt Voss am Wulf-Isebrand-Platz (Lüttenheid) tot gefunden. Anwohner informierten gegen 13.47 Uhr die Polizei. Zeugen wollen gesehen haben, wie Personen zur Tatzeit aus dem kleinen Tante-Emma-Laden liefen. Bei dem Toten, der 73 Jahre alt wurde, handelt es sich um den Ladenbesitzer. Das bestätigte die Polizei in der Nacht zum Sonnabend.

Damit geschah bereits das zweite Schwerverbrechen in Heide innerhalb weniger Tage. In der Nacht zu Donnerstag war die Turnhalle des Schulzentrums Heide-Ost von Brandstiftern niedergebrannt worden, die zweite wurde bei den Löscharbeiten stark beschädigt. Unter den Verdächtigen soll auch ein Feuerwehrmann sein. Drei zwischen 17 und 19 Jahre alte Tatverdächtige sind inzwischen in Untersuchungshaft.

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