zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 13:53 Uhr

Ersthelfer : 18 Schulsanitäter ausgebildet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Regionalschule Glückstadt hat auf Anraten des Steinburger Kreisverbands vom Roten Kreuz ein Ersthelfer-Team ins Leben gerufen.

Während viele ihrer Mitschüler sich gestern Nachmittag über das Unterrichtsende an der Glückstädter Regionalschule freuten, traf sich eine besonders engagierte Gruppe von Siebt-, Acht- und Neuntklässlern, um angeleitet von Lehrerin Kirstin Rausch Grundlagen in Erster Hilfe zu wiederholen. Sie sind die ersten Schulsanitäter der Bildungsstätte. Ihre Ausbildung haben sie an insgesamt fünf Kurstagen durchlaufen, jetzt geht es für sie darum, während der Schulzeit für Mitschüler parat zu stehen.

Blessuren gehören im Schulbetrieb dazu: Mal schlägt sich jemand beim Toben auf dem Pausenhof ein Knie auf, mal wird jemandem ohne ersichtlichen Grund schlecht. Oder es gilt, einen Wespenstich zu behandeln. Dafür haben die 18 Jungen und Mädchen jetzt die Grundlagen gelernt, um handeln zu können. Das reicht von der stabilen Seitenlage bis hin zum korrekten Anlegen eines Verbands. Natürlich haben sie bei Kirstin Rausch auch gelernt, welche Fragen zu beantworten sind, wenn sie einen Notruf absetzen müssen, damit die Leitstelle schnell entscheiden kann, welche Form der Hilfe benötigt wird. Doch die Kursleiterin ist überzeugt: „In erster Linie wird es darum gehen, ein Pflaster aufzukleben und zu trösten.“ Und sie schärfte den Schülern noch einmal ein, dass sogar bewährte Hausmittel wie Quark auf einem Sonnenbrand nicht erlaubt sind: „Ersthelfer dürfen keine Medikamente einsetzen!“

Julia Schön ist die Koordinatorin für die Schulsanitäter an der 570 Schüler zählenden Bildungsstätte. Sie wird jetzt einen Dienstplan erstellen, damit jeder weiß, wann er in einer großen Pause Dienst hat oder bei den vielfältigen schulische Aktivitäten zwischen Deichlauf, Triathlon und Bundesjugendspielen. Sie lobt das Ersthelfer-Team: „Die Schüler sind sehr motiviert dabei.“ Ein Einsatz, der mit einem positiven Eintrag im Zeugnis belohnt wird. Bei der späteren Lehrstellensuche kann sich das positiv auszahlen. Und ganz nebenbei, so Lars Lohmann vom Projektpartner Sparkasse Westholstein, sind es 18 junge Leute mehr, die sich mit Grundlagen in Erster Hilfe auskennen. „Das kann nie schaden.“ Lohmann brachte zwei Notfallrucksäcke samt Inhalt für den Sanitätsdienst mit.

Und damit das Gelernte nicht vergessen, sondern weiterentwickelt werde, kümmere sich der DRK-Kreisverband um die Fortbildung der Schulsanitäter, kündigte Allan Tischmann vom Steinburger Roten Kreuz an. Er hatte den Kontakt zur Regionalschule aufgenommen und koordiniert das Projekt. Ideal sei es, so Tischmann, wenn tatsächlich jede Schule im Kreis über eine solche Gruppe verfügen könnte. In Glückstadt rannte er damit offene Türen ein.

Für Tischmann ist vor allem ein Aspekt besonders wichtig: „Sich zu trauen, dem Mitschüler zu helfen und nicht nur Bilder machen.“ Ähnlich sieht das auch Kirstin Rausch: „Die Schüler können jetzt von sich sagen: ‚Ich kann was.‘“ Letztlich, sagt Julia Schön, „sind sie Vorbild für alle anderen“. Diese Funktion erfüllten vier Teilnehmer bereits im Vorfeld: Sie hatten von der Jugendfeuerwehr bereits entsprechende Kenntnisse mitgebracht. Perfekt für den Schulsanitätsdienst.

> Sie sind die frisch gebackenen Schulsanitäter: Alexander Moisejewe, Christian Voß, Patrick Neuman, Vanessa Elend, Natilie Ewert, Sümeyye Izi, Virginia Staewen (alle Klasse 7a), Nico Wriegt, Magnus Wuld (beide 7c), Tarkan Can, Leon Herzenauer (beide 7d), Daniel Blucha (7e), Danny Reinke (8c), Antonia Taklakoglu, Jenny Bemowski, Philip Timmermann, Marie Schröder (alle 8d) sowie Jannis Schlüter (9b).

zur Startseite

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen