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Tag des Baumes : 18 000 Bäume für einen neuen Wald

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ehemalige Weihnachtsbaumplantage soll bepflanzt werden: Landesfeier zum „Tag des Baumes“ findet in Schlotfeld statt

Aus einer rund sechs Hektar großen ehemaligen „Weihnachtsbaumplantage“ soll ein neuer Wald werden. In der Gemarkung Schlotfeld will die Gutsverwaltung Schloss Breitenburg unter Moritz Graf zu Rantzau rund 18  000 Stieleichen und Hainbuchen pflanzen. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit ihrer Landesvorsitzenden Christel Happach-Kasan nahm dies zum Anlass, die zentrale Landesfeier zum „Tag des Baumes“ auf dem unmittelbar im Dreieck der B  206 und der Winseldorfer Straße gelegenen Gelände auszurichten. Mitveranstalter war die Deutsche Waldjugend Nord, deren mehr als 60 Waldläufer sich aktiv an der Pflanzaktion beteiligten.

Jagdhornbläser des Hegerings 1 aus Lockstedt umrahmten den Festakt auf der zukünftigen Waldfläche. Moritz Graf zu Rantzau, der zugleich stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft ist, stellte gemeinsam mit Christian Rosenow als Vertreter der Landwirtschaftskammer und der Bezirksförsterei Itzehoe-Pinneberg die Pflanzaktion vor.

In jeweils 1,80 Meter parallel verlaufenen Pflanzreihen werden jeweils drei Eichen und eine Hainbuche im Abstand von 80 Zentimetern in vorbereitete „Kuller“ gesetzt. In diesen Kullern wurde zuvor die feste Oberfläche aufgerollt und der Humus freigelegt. „Optimale Bodenverhältnisse“, zeigte sich Graf zu Rantzau zufrieden. Locker und noch ausreichend feucht, stellte er fest. Außen wird der künftige Wald durch weitere rund 6000 Pflanzen Busch- und Strauchwerk gesäumt.

Die Anpflanzung des neuen Waldes bezeichnete Happach-Kasan als „ein schönes Projekt“. „Wir kommen damit dem politischen Ziel näher, den Waldanteil in Schleswig-Holstein von bislang elf auf zwölf Prozent der Landesfläche zu erhöhen. „Dafür brauchen wir eine Fläche von 36  000 Hektar“, sah die Landesvorsitzende einen weiten Weg vor sich. Den Verzicht auf die bisherige Weihnachtsbaumkultur konnte sie leicht verschmerzen. „Sie sind kein Wald, sondern wie Spargel!“

Schlotfelds Bürgermeister Lothar von Borstel erinnerte daran, dass der Urahn der heutigen Rantzaus, Heinrich Rantzau, schon 1580 den ersten Wald in Schlotfeld mit Eichen, Tannen und Birken angelegt habe. Mit dem jetzt entstehenden neuen Wald würden die Ortsteile Oesau und Mühlenweg wieder dauerhaft begrünt“, freute sich der Bürgermeister und bekannte: „Wald ist unser Geschäft.“

Grußworte sprachen auch Steinburgs Landrat Torsten Wendt und der Landesleiter der Waldjugend, Lennart Dürotin, der das ehrenamtliche Engagement der jugendlichen „Waldläufer“ besonders hervorhob. Sie waren zu der Pflanzaktion aus Lübeck, Tornesch, Barmstedt und Hütten nach Schlotfeld gekommen. Die Anpflanzung begrüßten auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Thissen sowie der FDP-Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky.

Zum Abschluss des Festaktes rief das Bläserkorps mit dem Jagdsignal zum „Essen fassen!“ Dazu hatte die Waldjugend gleich zwei Suppen zubereitet: eine Erbsen- und eine Nudelsuppe, die sich alle gut schmecken ließen.

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