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Schöne tour : 178 Radfahr-Fans treten in die Pedale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Trotz wechselhaften Wetters gute Beteiligung an der 20. Herbstradtour unserer Zeitung.

„Ich habe nicht eine Tour ausgelassen“, sagt Hans-Dethlef Maaß und erinnert sich an die zurückliegenden Herbstradtouren. „Vor einigen Jahren wurde aus der Radtour eine Windtour, die leider abgebrochen werden musste“, sagt der Ottenbütteler, dem die Böen in diesem Jahr nichts anhaben konnten. War er doch erstmals mit einem E-Bike dabei. „Mit Ü-80 darf ich das“, meint der 80-jährige Leichtathlet lachend. Für ihn gebe es auch kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Diese Meinung vertraten auch die anderen 177 Radfahrer, die gestern an der 37,8 Kilometer langen Herbstradtour unserer Zeitung – unterstützt von zahlreichen Sponsoren – teilnahmen.

Gut gelaunt treffen die Radfahr-Fans auf dem Gelände von Rekord Fenster und Türen ein. Darunter auch wieder Inge Breihahn aus Wilster mit ihrer Fahrradgruppe „Feierabend“. „Vor zwei Jahren habe ich das Fahrrad gewonnen – vielleicht klappt es in diesem Jahr auch wieder“, scherzt die 74-Jährige, während sie den Teilnahmebogen zum Verkehrsquiz ausfüllt. Andere dagegen nutzen vor der Abfahrt noch den kostenlosen Service von Fahrrad Kaina. „Mein Lenker muss festgestellt werden“, sagt Mirja Tüchsen. Wegen Transportschwierigkeiten habe sie den Lenker abschrauben müssen. Ihre Kollegin Nadine Weber hatte, um das Fahrrad ebenfalls ins Auto zu bekommen, das Vorderrad abgebaut und war sich nun nicht sicher, ob die Schrauben wieder fest genug angezogen seien. „Alles in Ordnung“, versicherte ihr Zweirad-Mechaniker Alexander Zeiser, der unter anderem auch noch eine Luftdruckkontrolle bei Karl-Heinz Voigt aus Kellinghusen vornahm. „Wenn der Luftdruck stimmt, fährt es sich leichter“, sagt Voigt und reiht sich in die Gruppe.

Pünktlich um 11 Uhr setzt sich die große Truppe schließlich in Begleitung von Polizei, Rettungswagen und der Firma Kaina in Bewegung. „Das Wetter fühlt sich dösig an, aber was uns nicht tötet, macht uns nur härter“, sagt Karl-Heinz Voigt lachend mit Blick gen Himmel. Obwohl die Sonne noch einmal alles gibt, müssen die Teilnehmer hin und wieder starken Böen und wenigen Regentropfen trotzen. Von Dägeling aus führt die Tour über Neuenbrook und Bahrenfelth entlang grüner Wiesen und der Stör nach Borsfleth. „Ich habe nicht nur Kühe, Pferde und Schafe entdeckt – in einem Garten standen sogar Lamas“, erzählt eine Teilnehmerin und fügt hinzu, dass gerade solche Begebenheiten diese Radtour ausmachen. „Man bekommt etwas zu sehen, was man sonst niemals entdecken würde“, lobt sie die vom Holstein Tourismus ausgearbeitete Route.

Als zu windig und damit als sehr anstrengend bezeichnet Marga Feikenhauer aus Muckelndorf die erste Etappe und fühlt sich von ihrem Ehemann im Stich gelassen. „Ich konnte nicht mehr und er war plötzlich weg – das hat er noch nie gemacht“, sagt die 77-Jährige, der aber glücklicherweise ein junger Mann zur Hilfe kommt. Während er ebenfalls mit seinem Klapprad gegen den Wind ankämpft, hat er noch die Kraft, die ältere Dame mit einer Hand im Rücken über eine längere Strecke anzuschieben. „Dem muss ich nun erst einmal einen ausgeben“, verkündet sie fröhlich als sie den Hof Beermann zur Mittagspause in Borsfleth erreicht. Gestärkt nach deftigen Grillspezialitätem geht weiter entlang des Stördeiches über das Störsperrwerk nach Wewelsfleth und Beidenfleth. Nach einer kurzen Rast im Gasthof Frauen passieren die Teilnehmer die Stör mit der Seilfähre „Else“.

Die letzte Etappe führt über Kremperheide nach Dägeling, wo das Reakord-Team mit Kaffee und Kuchen wartet. Und für die Radfahrer, die vor dem Start an einem Preisrätsel teilgenommen hatten, wird es noch einmal mit der Bekanntgabe der Gewinner spannend. Den ersten Preis, ein Fahrrad, gewinnt Lothar Matheuszik aus Hohenlockstedt. 

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