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Jugendrotkreuz : 140 Nachwuchs-Helfer im Wettstreit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

DRK-Nachwuchs aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg stellte in Glückstadt sein Können unter Beweis.

Der Wettbewerb von Jugendrotkreuzeinheiten der Kreise Steinburg und Pinneberg hat am vergangenen Wochenende in Glückstadt stattgefunden. Daran beteiligten sich zwölf Mannschaften mit insgesamt 140 Teilnehmern aus Quickborn, Dägeling, Itzehoe, Prisdorf, Pinneberg, Wedel, Heist und Uetersen. Als Sieger gingen für den Kreis Steinburg zwei Mannschaften aus Itzehoe aus dem Wettbewerb hervor.

Bereits am Freitagnachmittag hatten die sechs- bis 17-jährigen Teilnehmer zusammen mit ihren Jugendgruppenleitern und den Schiedsrichtern die Elbschule an der Königsberger Straße für sich in Beschlag genommen. Der eigentliche Kreiswettbewerb begann am Sonnabendvormittag. Dazu hatten die Rotkreuzler im Glückstädter Stadtgebiet zwölf Anlaufstellen hergerichtet, wo die Kinder und Jugendlichen, in zwei Altersstufen eingeteilt, ihr Können und Wissen unter Beweis stellen mussten. Dabei ging es aber nicht nur um den DRK-Klassiker „Erste Hilfe“. Auch Themen wie Baderegeln, Politik, Integration und das Miteinander zwischen taubstummen oder blinden Menschen standen auf dem Laufzettel. Natürlich durften auch bei diesem Kreiswettbewerb Spaß, Erholung und Freizeit nicht zu kurz kommen.

Das Wettbewerbs-Szenario: Am Rande des Willi-Holdorf-Sportplatzes während eines tatsächlich stattfindenden VfB-Fußballspiels hatte sich ein fiktiver Unfall ereignet. Julian, Simon und Daniel mimten drei Verletzte, die anschließend von der Gruppe aus Heist versorgt werden mussten. Was dann vor dem Hintergrund um jeden Wettbewerbspunkt auch schon mal zu Diskussionen unter den jungen motivierten Ersthelfern führte – ein „No go“ für Schiedsrichter Hansi Hahnkamm. „Ihr seid eine tolle Gruppe und habt auch eine tolle Leistung gezeigt. Aber: Keine Hektik am Patienten. Und man ist sich vorher darüber einig, wie die Erste Hilfe aussieht –sonst denkt der Verletzte nämlich, dass der Helfer keine Ahnung hat“, gab der 56-jährige Sanitätsausbilder der Gruppe mit auf den Weg. Und auch für den beim verletzten Simon verrutschten Kopfverband hatte Hahnkamm nützliche Tipps parat.

Gestenreich l ging es derweil am Burggraben zu, wo der zehnjährige Thierno von der Gruppe Quickborn gerade pantomimisch versuchte, seiner Mannschaft den Begriff „Platzwunde“ deutlich zu machen. Da wurde auch bei den übrigen Deutungen viel gelacht. Dagegen erklärten die jüngeren Teilnehmer anschließend die von Mareike (26) und Leonie (16) vorgelegten Begriffe-Karten mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Da ging es unter anderem um eine andere Sexualität, den Abbau von Vorurteilen und um Menschen mit Migrationshintergrund. Für die in der Altersstufe 2 startenden Teilnehmer hatten sich am Standort Burggraben die beiden Schiedsrichterinnen etwas Schwierigeres einfallen lassen. Einer im Team musste einen Begriff pantomimisch darstellen, der erratene Begriff musste dann einem etwas entfernt sitzenden „Blinden“ erklärt werden ohne das Wort zu nennen.

Am Stadtparkteich war Schiedsrichter Carsten Benthien voll des Lobes für die jungen Helfer aus Dägeling. „Ihr ward kein bisschen schüchtern und habt euch gleich gekümmert“, sagte er. Was die Mannschaft dann auch gleich kommentierte. „Im Team schafft man eben mehr“, meinte Lore (7). Und Maren (9) pflichtete ihr bei, dass es eben toll sei, wenn man Menschen helfen könne. „Meine Freundin hat mich vor Jahren dazu eingeladen, beim Jugendrotkreuz mitzumachen. Seitdem bin ich dabei“, zeigte sich Nena (10) besonders engagiert.

Die zwölf Mannschaften traten abends noch einmal auf der Bühne mit Sketchen in Konkurrenz. Gestern Mittag verkündete Mitorganisator und stellvertretender Vorsitzender des Jugendrotkreuzes im Kreis Pinneberg, Tim Hartmann, die Ergebnisse. Danach siegten unter den jüngsten Teilnehmern die Mannschaften aus Quickborn für den Kreis Pinneberg und Itzehoe für den Kreis Steinburg. Zweiter wurden die Dägelinger sowie die Prisdorfer.

Bei den 13- bis 17 Jährigen siegte für den Kreis Pinneberg der Schulsanitätsdienst Wedel 1 vor dem Team Wedel 2 und im Kreis Steinburg die Mannschaft Itzehoe 1. Den zweiten Platz belegte dort die Gruppe Itzehoe 2. Die Dägelinger Crew landete ebenso wie die Mannschaft aus Uetersen auf Platz 3.

 



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