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Auto in Itzehoe gestohlen : 13-Jähriger: Wilde Verfolgungsjagd mit Polizei

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Dass ein erst 13 Jahre alter Schüler ein Auto klaut und sich dann mit diesem davon macht, ist schlimm genug. Dass er anschließend einen Streifenwagen rammt, mit 100 km/h an einem Kindergarten in einer 30er-Zone vorbeirast und ihn erst Straßensperren aufhalten, macht diese Geschichte noch unfassbarer.

Itzehoe | So etwas kommt nicht alle Tage vor: Ein erst 13 Jahre alter Junge hat am Montagvormittag in Itzehoe ein Auto gestohlen und sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Geschichte beginnt um etwa 11 Uhr, als der Schüler einer Frau die Autoschlüssel im Stadtteil Sude-West abnimmt – die 53-Jährige merkt nichts davon – und sich mit dem Wagen auf den Weg Richtung Poyenberg macht.

Die Polizei kommt ins Spiel, als ein Beamter den in einer Jugendeinrichtung im Kreis Steinburg lebenden Jungen mit Blaulicht und Martinshorn verfolgt. Das zeigt Wirkung: 500 Meter vor Hennstedt verringert der 13-Jährige sein Tempo, der Streifenwagen fährt an ihm vorbei. Doch dann drückt der Junge plötzlich richtig aufs Gas – mit etwa 100 km/h rast er in einer 30er-Zone in Hennstedt an einer Schule und einem Kindergarten vorbei und erreicht auf der Landesstraße 121 im Bereich Aukrug eine eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 140 km/h.

Als der Polizist wieder vor den Jugendlichen gelangt, rammt dieser den Streifenwagen und fährt über eine Verkehrsinsel wieder zurück Richtung Hennstedt. Der 13-Jährige wird immer schneller – 160 km/h zeigt der Tacho auf geraden Stücken der L121, mit 100 km/h düst er durch Lockstedt.

Die unfassbare Verfolgungsjagd endet erst, als der Junge einer Straßensperre der Polizei hinter der Einmündung L121/Springhoe/Mühlenbarbek ausweicht, in Richtung Mühlenbarbek abbiegt und am Ortseingang zum Stehen kommt – an einer weiteren Straßensperrung.

Was den Jugendlichen zu dieser wahnwitzigen Fahrt getrieben hat, ist bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Unbekannt ist er der Polizei allerdings nicht. In den vergangenen Wochen war er bereits zweimal mit Autos nach Kiel unterwegs.

Nach dem Vorfall wurde der 13-Jährige zur Polizei nach Itzehoe gebracht. Die Frage seiner Unterbringung klärt derzeit das Jugendamt des Kreises Steinburg.

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erstellt am 21.10.2013 | 17:15 Uhr

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