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125 Jahre Feuerwehr – „da ist die Welt noch in Ordnung“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dammflether Helfer feiern mit großen Kommers Jubiläum / Von allen Seiten Lob und Anerkennung für den freiwilligen Einsatz

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2015 | 13:01 Uhr

Mit einem Festkommers feierte die Freiwillige Feuerwehr Dammfleth ihr 125-jähriges Bestehen. Dazu begrüßte Wehrführer Thomas Vollmert neben Kreispräsident Peter Labendowicz auch Amtsvorsteher Helmut Sievers, den stellvertretenden Kreiswehrführer Bernd Pusch, Amtswehrführer Thorsten Heins, Oberdeichgraf Klaus-Peter Krey sowie die Vorstände von Vereinen, Nachbarwehren und Bürgermeister der Wilstermarsch Gemeinden.

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ist der Leitspruch der Feuerwehren und so hatten auch Pastorin Telse Möller-Göttsche und ihr neuer Kollege Wolfgang Schulz im Festzelt ihren Platz. „Ein bisschen göttlichen Beistand braucht die Wehr bei allen Einsätzen“, sagte Möller-Göttsche. „Ihr lebt Nächstenliebe indem ihr euch uneingeschränkt ehrenamtlich für die Bürger der Gemeinde einsetzt.“ Sie wünschte alles Gute für die kommenden Einsätze und möchte die Wehrmänner nur bei „schönen Einsätzen“ wie den gemeindlichen Veranstaltungen sehen.

„Der Mensch ist nicht immer Herr über das Feuer“, dankte Bürgermeister Delf Sievers der Feuerwehr für ihre stete Bereitschaft, die Bürger mit ihrem Hab und Gut zu schützen und mit Manpower beim Dorfgeschehen mit zu helfen. „Die ersten Wehren entsprangen meistens den Turnvereinen, auch heute wird Sportlichkeit von der Amtswehrführung erwartet – nur heißt das heute Fit for Fire.“ Er erinnerte an die Gründer der Feuerwehr Dammfleth, ohne die es heute kein Jubiläum gäbe. „Ich habe es noch nie deutlich gesagt, aber ich bin stolz auf unsere Wehr.“

Der Kreispräsident gab zu, gerne der Einladung gefolgt zu sein, denn „hier ist die Welt noch in Ordnung.“ Jubiläum heiße, jemand konnte sich erfolgreich über einen längeren Zeitraum über Wasser halten. „Das ist nicht selbstverständlich“, lobte Peter Labendowicz die Arbeit der Wehr, die mit Ledereimern und einer Dampfdruckspritze begann und heute mit moderner Ausrüstung und immer größeren Anforderung immer noch erfolgreich ausgeführt wird. „Heute wird oft die Verantwortung auf ehrenamtliche, soziale Kompetenzen abgeschoben“, hatte Labendowicz auch ernste Worte. „Feuerwehr steht für Nächstensorge, Sorgfalt und Verlässlichkeit, diesem Engagement gilt unsere Wertschätzung und Anerkennung.“ Er überreichte ein Flachgeschenk vom Kreis und als Ehrengabe vom Land eine Tischglocke mit Urkunde.

Helmut Sievers überbrachte die Grüße von allen dem Amt Wilstermarsch angegliederten Gemeinden, der Ratsversammlung der Stadt Wilster und dem Ordnungsamt. „Ihr seid die Eckpfeiler und das „Mädchen für alles“ der Gemeinde und dazu kostenfrei.“ Bernd Pusch sagte den Dank der Kreisfeuerwehrzentrele Nordoe und überreichte eine Urkunde an Thomas Vollmert und ein Stück Schlauch mit Inhalt an dessen Stellvertreter Johannes Brandt.

Thorsten Heins wünscht sich in den nächsten 125 Jahren mehr Frauen in der Wehr. „In 125 Jahren gibt es viele Namen, die sich während Kriegen und Reformen, auch im Feuerwehrwesen, in der Gemeinde und in nachbarschaftlicher Hilfe eingesetzt haben“, erinnerte der Amtswehrführer. Die Gemeinde habe neben landwirtschaftlichen Höfen durch Getreidemühle, Autohaus und Verkehrsanbindung eine hohe Brandlast. „Viele Einsätze waren spektakulär und kräfteraubend, einige lustig, manche Seele belastend – das verdient Achtung.“ Klaus-Peter Krey dankte der Wehr, die mit Deichsicherung und Stöpenschließungen in der Wilstermarsch beim Katastrophenschutz aktiv ist.

Gerhard Looft, von einem imaginären Einsatz kommend, erklärte der Festgesellschaft nicht ganz ernst gemeint, die Handhabung der Dammflether Wehr bei Alarmierung und Einsatzabarbeitung. „Wir kennen die Feuerwehr bei den Einsätzen anders, nämlich sehr gewissenhaft, schnell und umsichtig“, erklärte Annelene Beimgraben. Die Vorsitzende des DRK-Vereins Wilster-Land überreichte zum Jubiläum und zur Motivation eine Flasche Feuerwasser.

Ehrenwehrführer Bernd Stahlmann blickte auf die Einsätze und in die Veränderungen im Brandwesen in den letzten 125 Jahren zurück. Mit einem Sketch von Sönke Ott, Jan-Hendrik Ewers, Thomas Brandt, Nico Starck und Maximilian Rehder zeigten aktive Feuerwehrmänner, wie ein Einsatz am Grill ablaufen kann. Schließlich blieb es Thomas Vollmert überlassen, für die Geschenke, Wort- und Szenenbeiträge zu danken. Besonderer Dank galt den Musikern der Feuerwehr Neuendorf-Sachsenbande, dem Festausschuss und den Bewirtungen von Holger Frauen und dem Dückerstieg Team, das am Abend beim geselligen Dorffest am Grill stand. Außerdem Uwe Carstensen, der bei der morgendlichen Kranzniederlegung am Ehrenmal mit der Trompete den Verstorbenen gedachte.

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