12 000 Tonnen Schüttgut gefahren

Ist davon überzeugt, dass in Zusammenarbeit mit Glückstadt-Port noch genügend Potential für Aufträge an die Krey-Flotte vorhanden ist: Firmenchef Sönke Krey.
Ist davon überzeugt, dass in Zusammenarbeit mit Glückstadt-Port noch genügend Potential für Aufträge an die Krey-Flotte vorhanden ist: Firmenchef Sönke Krey.

Unternehmer Sönke Krey transportierte Material für Windpark-Erschließungswege von Glückstadt nach Beidenfleth

shz.de von
25. Januar 2015, 17:51 Uhr

Zwei Wochen lang prägten sie das Bild auf Glückstadts Straßen und warfen immer wieder dieselbe Fragen auf: Wie lange fahren die aus Trecker und Muldenkipperanhänger bestehenden Kolosse noch durch die Stadt und was wird eigentlich von wo nach wo transportiert? Wem die Antwort auf den Nägeln brannte, der brauchte sich nur einem solchen Fahrzeug an die Reifen zu heften und landete auf der großen Kaifläche von Glückstadt Port auf der Südseite des Außenhafens. Dort wurden Binnenschiffe gelöscht, deren Ladung aus Schüttgut bestand: Recycling-Material, das bei der Eisenproduktion angefallen ist. Das brachten schwere Gespanne nach Beidenfleth.

„Das Recycling-Material wird von uns für die Zuwegung sowie den Kranaufstellplatz an dem in Beidenfleth entstehenden Windpark verbaut“, erklärte Sönke Krey vom gleichnamigen Unternehmen. Dies hat seit einigen Jahren seinen Sitz auf dem ehemaligen Glückstädter Kasernengelände am Neuendeich und arbeitet inzwischen eng mit den Hafengesellschaften in Brunsbüttel sowie Glückstadt zusammen. Als jetzt die Erschließung des Windparks Beidenfleth mit über 12  000 Tonnen Schüttgut anstand, durfte sich die 50 Mitarbeiter große Firma Krey über den Zuschlag freuen.

„Ich persönlich halte es für sehr wichtig, wenn von Arbeiten in der Region auch Firmen am Ort profitieren“, erklärte Sönke Krey. Der Unternehmer charterte zehn Binnenschiffe, die das in Duisburg angefallene Recycling-Material über den Mittellandkanal und die Süderelbe bis nach Glückstadt schipperten. „Weil im Außenhafen Binnenschiffe sehr gut anlegen und gelöscht werden können, haben wir uns für Glückstadt-Port entschieden.“ In rund 700 Fahrten wurde der Belag für die künftige, insgesamt über vier Kilometer langen Windpark-Zuwegungen mit 15 Fahrzeugen nach Beidenfleth gebracht und dort verbaut. Jetzt können die Rammarbeiten beginnen. Gleichzeitig übernimmt die Firma Krey den Erdaushub für die Fundamente der künftigen Windkrafträder. „Die Erde bringen wir aber nicht nach Glückstadt“, beruhigt der Erd- und Straßenbau-Unternehmer im Vorfeld die Gemüter einiger Glückstädter. Diese hatten sich in der vergangenen Woche wegen befürchteter Straßenschäden wiederholt an die Stadtverwaltung gewandt. Unbegründet, wie Sönke Krey versicherte. Nur auf ihrer Rücktour von Beidenfleth zum Hafen seien die leeren Fahrzeuge langsam durch die Innenstadt gefahren. „Auf dem Hinweg war kein Gespann schneller als 30 Stundenkilometer unterwegs“, betonte Sönke Krey.

Jetzt, wo der Auftrag Beidenfleth weitestgehend abgewickelt ist, wird das Aufkommen an Fahrzeugen der Firma Krey in Glückstadt erst einmal wieder deutlich sinken. Um Arbeitsplätze zu schaffen und auch zu erhalten, benötigt man nach Auffassung von Sönke Krey gleichwohl Ideen und ein Gespür dafür, wo sich ein Auftrag generieren lässt. Wie am Beispiel Brunsbüttel: Dort hat Krey einen Auftrag für vorbereitende Maßnahmen zum Bau der neuen Kanalschleuse an Land gezogen.


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