Glückstadt : 11 301 Arbeitsstunden im Einsatz

Wurden neu in den Vorstand gewählt : Sven Tießen (Zugführer ), Wilko Westphal (Zugführer), Veronika Westphal (Jugendwartin), Sönke Krombach (Gruppenführer) und Bastian Hauschildt (Schriftführer).
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Wurden neu in den Vorstand gewählt : Sven Tießen (Zugführer ), Wilko Westphal (Zugführer), Veronika Westphal (Jugendwartin), Sönke Krombach (Gruppenführer) und Bastian Hauschildt (Schriftführer).

Glückstädter Feuerwehr legt beeindruckende Bilanz vor. Die Versammlung wurde allerdings durch einen Unfall unterbrochen.

shz.de von
26. Februar 2018, 05:00 Uhr

Ein Personenunfall im Glückstädter Bahnhof hat Sonnabendnachmittag den Zeitplan der Jahresversammlung bei der Feuerwehr Glückstadt durcheinander gebracht. Weil die Mitgliederversammlung nach Ausrücken des 2. Löschzuges nicht mehr beschlussfähig war, unterbrach Wehrführer Ties Tießen erst einmal die Veranstaltung.

Mit knapp einstündiger Verspätung ging es dann mit dem Tagesordnungspunkt Wahlen weiter. Hier wählten die 55 stimmberechtigten Feuerwehrleute den Oberbrandmeister Sven Tießen zum neuen Zugführer des 2. Löschzuges. Eindeutige Wiederwahl hieß zuvor für den Zugführer I, Wilko Westphal. Der Hauptbrandmeister bekleidet ebenso wie Sven Tießen bereits das Amt als stellvertretender Wehrführer. Als Gruppenführer der 2. Gruppe setzte sich Sönke Krombach im zweiten Wahldurchgang gegen seinen Mitbewerber Tuncer Bahtiyar durch. Jugendwartin der Jugendfeuerwehr bleibt Veronika Westphal und der neue Schriftführer heißt Bastian Hauschildt.

Die Jahresversammlung hatte der Wehrführer mit der Aufnahme beziehungsweise Übernahme von zwölf Feuerwehrmännern und Frauen in die Einsatzabteilung eingeläutet. In seinem anschließenden Jahresbericht informierte Tießen darüber, dass die Einsatzabteilung bei einem Durchschnittsalter von 35 Jahren aktuell 82 Mitglieder stark sei. Diese mussten im abgelaufenen Jahr zu 234 Einsätzen – überwiegend im Bereich der technischen Hilfeleistung – ausrücken. Zusammen mit geopferter Freizeit aufgrund anderer Ereignisse wie Aus- und Fortbildung sowie bei Veranstaltungen wie das Maifeuer oder das Lampionfest, hätten die Feuerwehrleute eine Gesamtarbeitsleistung von 11 301 Stunden erbracht. „Das entspricht 1412 Arbeitstage mit je 8 Stunden – auch zu ungünstigen Zeiten wie beispielsweise bei Matjeswochen oder dem Jahreswechsel in der Feuerwache“, verdeutlichte der Wehrführer und stellte fest: „Darauf könnte ihr stolz sein, denn das habt ihr geleistet.“

Insbesondere den zahlreich anwesenden Gästen aus Politik und Verwaltung, den Feuerwehren aus dem Umland sowie anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen, stellte Tießen abschließend die neueste Errungenschaft der Feuerwehr für den Katastrophenschutz vor, den „Abrollbehälter Hochwasser“. Das ist ein Container mit spezieller Ausrüstung für Einsätze bei Überflutung unter anderem mit Pumpen, Beleuchtungs- und weiterem Gerät.

Einen breiten Rahmen nahmen die Grußworte der Gäste ein. „Ich zolle Euch Dank und Respekt für die Arbeit bei Einsätzen und Veranstaltungen in unserer Stadt“, betonte Bürgermeisterin Manja Biel. Gleichzeitig sprach sie die Tagesbereitschaft an, die personell an ihre Grenzen stoßen würde. „Deshalb hätte der Wehrführer gerne 20 Leute mehr, hat aber in der Feuerwache keinen Platz mehr für Spinde“, stellte Biel fest.

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