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Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 16:45 Uhr

Naturschutzgebiet : 105 neue Bäumchen gepflanzt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Zwischen Schilf, Sumpfdotterblumen und Baldrian werden die Schwarzpappeln schnell wachsen / Nabu-Mitglieder hatten Hilfe

Sie hatten Gummistiefeln und den Spaten dabei: Nabu-Mitglieder und freiwillige Helfer pflanzten jetzt 105 Schwarzpappeln im „Bielenberger Wäldchen.“ Naturschützer aus Glückstadt und Elmshorn forstete das Gelände auf, in dem die Stürme gewütet hatten.

„Schwarzpappeln haben bessere und robustere Wurzeln als die jetzt entwurzelten Pappeln, Weiden und Eschen“, erklärte Dr. Sybille Petersen von der Nabu-Ortsgruppe Glückstadt, warum der Ortsverband für 300 Euro Setzlinge gekauft hatte. Zwischen Schilf, Sumpfdotterblumen und Baldrian gepflanzt, werden die Bäumchen im Lauf eines Jahres rund einen Meter wachsen und so die riesigen Lücken und offenen Flächen wieder schließen.

Das Besondere: Wie jedes Naturschutzgebiet hätte eigentlich auch das „Bielenberger Wäldchen“ nicht betreten werden dürfen. Dafür gab es jetzt eine Ausnahme. Ute Lange-Friedrichs von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinburg hatte die Baumpflanzaktion genehmigt. „Ein Betretungsverbot macht vor dem Nabu nicht halt, und ohne meine Erlaubnis hätten auch die Naturschützer hier nicht rein gedurft“, erklärte Lange-Friedrichs.

Das „Bielenberger Wäldchen“ – es gehört zum Naturschutzgebiet „Rhinplate und Elbufer Glückstadt“ – ist bewusst eingezäunt und von Gräben durchzogen. Es ist schwer zu erreichen. Deshalb freute sich Petersen über die Unterstützung der Jäger. Diese hatten eine behelfsmäßige Brücke errichtet.

Die Schäden des durch die Stürme „Christian“ und „Xaver“ stark in Mitleidenschaft gezogenen Naturschutzgebiets waren für alle Helfer sichtbar: Viele Bäume, meist Pappeln, fehlen. Es gibt etliche Lücken. Stattdessen gibt es überall riesige Baumstumpen. Teilweise sind sie ineinander verkeilt. Die dazu gehörenden Stämme wurden von Mitarbeitern des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) abgesägt und liegen bereits am Rande des Deichverteidigungswegs. Spuren, wo die schweren Fahrzeuge durch die unberührte Natur gefahren sind, sind nicht zu übersehen. „Spätestens im Herbst sieht man nichts mehr. Da ist soviel Dynamik drin“, erklärte Ute Lange-Friedrichs.

Nach getaner Arbeit schloss sich ein Klönschnack bei Kaffee und Kuchen an. Dabei war auch Hans-Helmut Dürnberg vom Nabu-Elmshorn, der die Helfer angeleitet hatte.

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