Innenstadt : 100 Tage mit dem Stör-Carree

Auf geht’s: So sah es bei der Eröffnung am 4. April aus.
Auf geht’s: So sah es bei der Eröffnung am 4. April aus.

Erste Bilanz für Stör-Carree im ehemaligen Hertie-Haus in Itzehoe – und viele Pläne für die zweite Jahreshälfte.

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12. Juli 2014, 07:00 Uhr

Am Anfang wurde das neue Geschäft überrannt, die zwei Kassen reichten kaum. Inzwischen ist Normalität eingekehrt im Stör-Carree. 100 Tage nach der Eröffnung im früheren Hertie-Haus zeigt sich Betreiber Sven Haltermann mit der Frequenz „eigentlich ganz zufrieden“. Das bedeutet auch: Es kann besser werden. Und genau das wird für die zweite Jahreshälfte angepeilt.

Die Phase der Vorarbeiten war eine bewegte Zeit. Erst als klar war, dass der Kauf des Gebäudes klappt, konnten die konkreten Planungen anlaufen. Sortiment, Ladenbau, Werbung, Personal, all das habe in acht bis zehn Wochen bis zum Start am 4. April bewältigt werden müssen, sagt Haltermann. Jetzt werde überall optimiert: „Wir werden im Herbst deutlich besser aufgestellt sein als zu Beginn.“

So seien im personellen Bereich größtenteils „ganz tolle Mitarbeiter“ gefunden worden. Doch zu dem 15-köpfigen Team gehören viele Branchenfremde, deshalb werde weiter in Schulungen investiert, sagt Haltermann. Schwierig war es beim Sortiment: Normalerweise gebe es dort einen Vorlauf von einem halben Jahr, „wir kaufen jetzt für das nächste Frühjahr“. Für das Stör-Carree wurde im Februar für April eingekauft – gute Ware sei es gewesen, sagt Haltermann, doch in der zweiten Jahreshälfte werde in diesem Bereich deutlich optimiert, auch mit neuen Labels. Zu seinem Bedauern machten gerade rund um das Stör-Carree nur wenige Kollegen mit bei der Initiative für einheitliche Öffnungszeiten. Das ändere sich hoffentlich, wenn auf 18.30 Uhr reduziert werde (Bericht folgt).

Ideen würden auch mit den Partnern entwickelt, so Haltermann. Das ist zum einen Jörg Frähmcke mit dem Café Kiss: Für die Belebung der Innenstadt sei das Stör-Carree wichtig, sagt dieser, doch das sei noch ausbaufähig. Er bleibt entspannt: „Es dauert immer, bis die Menschen ihre Gewohnheiten bei den Laufwegen ändern.“ Manfred Kröger von Flickenschild Whisky & Cigars hat durchaus schon Stammkunden gewonnen. Doch das passende Sortiment müsse in dieser nicht alltäglichen Kombination gefunden werden. „Im Herbst mit neuen und ergänzenden Ideen nochmal wieder durchzustarten, ist genau der richtige Ansatz.“

Dann gibt es draußen auch etwas zu essen. Die Planung verzögerte sich, aber Mitte August sollen „Das Suppenhuhn“ und ein Imbiss öffnen. Das Franchise-Unternehmen „Bobby & Fritz“ komme mit spannendem Konzept, sagt Haltermann. Dabei geht es um Currywurst und Pommes – eine der ersten Filialen entstand an der Münchener Allianz-Arena.

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