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Itzehoe : 1,8 Millionen Euro für die Südspange

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer überreicht beim Standortgespräch in Itzehoe den Förderbescheid des Landes

von
erstellt am 03.Nov.2015 | 12:00 Uhr

Innerhalb von zwei Jahren gab es gestern das achte Standortgespräch – diesmal mit entscheidenden Ergebnissen für Itzehoe und entsprechend positiver wirtschaftlicher Auswirkung auf den gesamten Kreis Steinburg. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hatte eine Förderzusage in Höhe von 1,825 Millionen Euro für die Stadt im Gepäck. Geld, mit dem zu 60 Prozent der Ausbau der Südspange im Bereich des Gewerbegebiets Klostermarsch in der Nähe des Hafens vom Land finanziert wird. Den Förderbescheid überreichte er Bürgermeister Andreas Koeppen.

Und Meyer verkündete gemeinsam mit Landrat Torsten Wendt und dem Bürgermeister, dass die Folgen der Schließung der ehemaligen Prinovis-Druckerei und der Insolvenz des Windenergie-Konzerns Prokon in Itzehoe größtenteils abgefedert seien. Beides war seinerzeit Anlass für die Standortgespräche gewesen, so Meyer. Im Konsens mit Vertretern von Unternehmen, Hochschulen, Wirtschaftsförderern, Arbeitsagentur und Gewerkschaft galt es, den Strukturwandel zu gestalten. Eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Kreis Steinburg mit Itzehoe im Zentrum war das Ziel – und das sei geglückt. Meyer sieht hier eindeutige Standortqualitäten.

„Bei Prokon geht es weiter“, zitierte der Wirtschaftsminister den ehemaligen Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin. „Es ist dem Insolvenzverwalter in nicht einmal anderthalb Jahren geglückt, die Gläubigerquote von knapp 60 Prozent zu befriedigen und rund 300 Arbeitsplätze zu erhalten – davon 200 in Itzehoe“, betonte Meyer. Und laut Lars Meusburger, Prinovis-Standortverantwortlicher, hätten von ehemals 635 Mitarbeitern der Druckerei rund 60 Prozent eine neue berufliche Perspektive oder eine Brücke in den Ruhestand gefunden. Das Unternehmen Prinovis werde sich endgültig am 18. Dezember von dem Gelände zurückziehen.

Derweil laufen auf dem Areal die Vorbereitungen für das geplante China Logistik Centrum (CLC) nach Auskunft des Investors Carsten Tietje auf Hochtouren. Er berichtete von der Umsetzung der baulichen Maßnahmen, die im Übrigen nicht von der Notunterkunft für Flüchtlinge in einem Teilbereich des Geländes tangiert werde.

Das alles bedeutet Musik in den Ohren des Bürgermeisters ebenso wie des Landrats. Zumal auch zwei Hotelneubauten – in Itzehoe und im Amtsbereich Breitenburg – sowie der Ausbau der B5 von Itzehoe Richtung Brunsbüttel in 2016 die guten Zukunftsperspektiven des Kreises untermauern. Insbesondere vom Hochtechnologie-Sektor verspricht sich Landrat Wendt viel. Minister Meyer sagte weitere Unterstützung der Landesregierung zu.

 

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